Ressort
Du befindest dich hier:

Kabarettistin Nadja Maleh im WOMAN-Talk über Männer, Milliardärinnen & Co.

Angesichts dessen, dass Lachen so gesund ist, müsste es sie auf Rezept geben. Denn wer bei Nadja Malehs Programm die Zähne zusammen und die Bauchmuskeln still halten kann, dem ist nicht zu helfen. „Ich find’s auch schön, so einen sinnvollen Beruf zu haben“, freut sich die Tochter eines Syrers und einer Osttirolerin, die gerade mit einem Kabarettpreis ausgezeichnet wurde. Texte, intelligent, boshaft und witzig, dominieren auch ihr aktuelles Programm „Radio- Aktiv“ (7.-9. 10. Graz, Theatercafé, 10. 10. Wien, Kulisse, 12. 10. Am¬stetten, das mozart, 5. 11. Linz, Posthof; www.nadjamaleh.com) , in dem sie an ihrem Kopf-Radio dreht und die vielen Stimmen darin zum Bühnenleben erweckt. Von der chinesischen Masseurin über die sächsische Alleinunterhalterin (Etikett: anti-erotisch) bis zur russischen Domina schlüpft sie in jede Rolle. Singen kann Nadja auch, etwa das Anti-Liebeslieder-Medley mit französischem Akzent. Die Abwandlung von Xavier Naidoos Hit wird bei ihr zu einem ganz charmanten „Ich kenne nichts, was so blöd ist wie du“. Jeden Donnerstag ist Maleh in ORF 1, 21.55 Uhr, als B-Team mit ORF-Comedians zu sehen.


Kabarettistin Nadja Maleh im WOMAN-Talk über Männer, Milliardärinnen & Co.
© Stefan Gergely

Woman: Der Förderpreis, den Sie gerade bekommen haben, erinnert einen auch daran, dass es eigentlich wenige erfolgreiche Frauen in der Kabarettszene gibt. Warum?

Maleh: Der Grund ist ein gesellschaftlich gewachsenes Bild der Frau. Sie hat sich noch nie über Humor definiert. Das, was beim Kabarett gefragt ist, hat ja oft zu tun mit Tabusbrechen, mit Aggression, vielleicht auch mit „sich schiach machen“. Klassische weibliche Werte sind andere. Aber wir holen auf!

Woman: Ihnen wurde Humor schon in die Wiege gelegt?
Maleh: Für mich waren auf jeden Fall schon als kleines Kind Jerry Lewis und Charly Chaplin die Größten.

Woman: Später waren Sie der Klassenclown?

Maleh: Nein, das nie. Ich war eher ruhig. Nie auf Konfrontation aus.

LESEN Sie das gesamte Interview in WOMAN 20/2010!

Redaktion: Miriam Berger