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So setzt du Koffein im Sport optimal ein

Fast zu schön, um wahr zu sein: Unsere geliebte Tasse Kaffee soll laut Studien unsere Sportlichkeit wahrhaft beflügeln. Wir verraten, was dran ist...

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So setzt du Koffein im Sport optimal ein

Kaffee - ein wahrer Energiebooster!

© Photo by Nathan Dumlao on Unsplash

Es macht ja irgendwie eh Sinn: Kaffee- und Teetrinkerinnen fühlen sich seltener müde und haben mehr Energie. Das wissenschaftlich belegt. Und auch die positive Auswirkung von Koffein auf unsere Fitness wurde jetzt in einer großangelegten Studie erforscht. Bevor wir dir aber verraten, wie du Koffein und somit Kaffee beim Sport optimal einsetzt, noch kurz zu den Basics:

Was ist Koffein?

Koffein ist eine natürliche Substanz, die in den Blättern, Samen und Früchten von mehr als 100 verschiedenen Pflanzenarten weltweit enthalten ist. Koffein gehört zur Gruppe der Methylxanthine. Die bekanntesten Herkünfte von Koffein sind Kaffee, Kakao, Teeblätter und Kolanüsse. Weiterhin wird Koffein sogenannten Energydrinks und Medikamenten, wie zum Beispiel Produkten gegen Grippe oder Erkältung zugesetzt.

Wie wirkt Koffein?

Koffein hat ein breites Wirkungsspektrum: In geringen Dosen wirkt es sich vor allem stimulierend auf die Psyche aus - die Konzentration wird verbessert und Müdigkeitserscheinungen beseitigt. Darüber hinaus wird auch die Speicherfähigkeit des Gehirns erhöht. Somit kann sich Koffein in Prüfungsphasen kurzfristig durchaus positiv auf die Lernleistung auswirken.

Höher dosiert hat Koffein auch einen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Durch die Einnahme von Koffein schlägt das Herz häufiger und kräftiger, wodurch sich der Puls und der Blutdruck erhöhen. Die Blutdrucksteigerung ist allerdings nur minimal und tritt vor allem bei Personen auf, die nicht an Koffein gewöhnt sind.

Koffein im Training

Konkret zeigte sich bei einer Studie der University of Queensland, dass Frauen, die eine oder zwei Tassen Tee oder Kaffee pro Tag trinken, häufiger das empfohlene Pensum an moderatem bis intensivem Sport absolvieren als jene, die diese Getränke seltener konsumieren. Der Konsum von dem natürlich und reichlich in Kaffee und Tee vorkommenden Alkaloid Koffein stehe mit aktivitätsfördernden Effekten in Verbindung, etwa einem reduzierten Anstrengungsgefühl bei Bewegung und einer selbstgewählten erhöhten Intensität von sportlichen Übungen. "Koffein wird auch damit in Verbindung gebracht, das Risiko für Typ-2-Diabetes, Demenz und einige Krebsarten zu reduzieren", erklärt Studienautorin Tina Skinner. Bei jenen Probandinnen, die eine oder zwei Tassen Kaffee am Tag tranken, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie das empfohlene Level an Bewegung erreichen, 17 Prozent höher. Bei jenen, die ein bis zwei Tassen Tee am Tag tranken, lag dieser Wert bei 13 bis 26 Prozent.

So setzt du Kaffee im Sport optimal ein:

  • 30 Minuten nach Trinken ab zum Training – Obwohl Koffein etwa 4 Stunden lang wirkt, lässt der größte Effekt normalerweise schon sehr viel früher nach.
  • Trink genug Wasser – Dass Kaffee ein Wasserräuber ist, wurde inzwischen widerlegt. Doch Koffein wirkt dann am besten, wenn dein Körper gut hydriert ist. Also stell sicher, dass du genug Wasser trinkst, bevor du dir einen doppelten Espresso gönnst.
  • Konsumiere Koffein taktisch klug – Überlege dir vorher genau, wann dir die Wirkung von Koffein wirklich am meisten hilft. Zu allen anderen Zeitpunkten kannst du darauf verzichten. Falls du einmal wenig Motivation zum Training hast, oder du im Training nicht weiterkommst, kannst du die Superkräfte des Koffeins herbeiholen und Superbrain zur Tat schreiten lassen.
  • Vorsicht bei nüchternem Magen – Falls du feststellst, dass dein Magen empfindlich auf Kaffee reagiert, iss vorher lieber etwas.

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