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#WOMANforWOMEN: So wirst DU zur Marke!

Als Brand Consultant berät Rebecca Vogels Unternehmen. Hier verrät sie, wie sich die Marken-Strategien aus dem Silicon Valley auf dich umlegen lassen:

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#WOMANforWOMEN: So wirst DU zur Marke!

Markenstrategien großer Firmen gelten auch für Personen

© iStockphoto

Wie macht man Karriere? Wie setzt man sich als Frau bis in die Vorstandsetage durch? Brand Consultant Rebecca Vogels (Itsalloftheabove.com) hat für die amerikanische "Huffington Post" eine Interview-Reihe zum Thema "Women in Tech" geschrieben, dafür Frauen in Führungspositionen im Silicon Valley befragt.

Ihr Learning? Die gleichen Strategien, die Unternehmen erfolgreich machen, lassen sich auch für die persönliche Karriere anwenden. Für WOMAN erklärt sie ihre wichtigsten Tipps.

Karriere: Wie du selbst zur Marke wirst

1. Entwickle eine Brand

Nicht nur Unternehmen sind eine Brand, sondern jeder von uns. Es geht im Prinzip um die Frage: Wie sieht dich die Welt? Wofür stehst du? Welche Charaktereigenschaften und Werte verkörperst du? Wie willst du wahrgenommen werden?

“Your brand is what other people say about you when you are not in the room.” Jeff Bezos, CEO & Gründer von Amazon .

Wir als Millennial-Generation fragen uns oft: Was treibt uns eigentlich an? Warum machen wir das, was wir machen? Hinter unseren Entscheidungen stehen Werte, die unser Leben beeinflussen. Die Idee der Brand ist es nun, diese Werte ganz bewusst nach außen zu kommunizieren. Das bedeutet nicht, dass wir uns verstellen sollen. Ganz im Gegenteil: es geht darum, der Welt mitzuteilen, wer wir sind, was uns antreibt und wichtig ist.

2. Zeige deine Stärken

Noch nie war es so einfach wie heute, die eigenen Stärken in Szene zu setzen. Es war aber auch noch nie notwendiger. Bei Brands ist dieser Prozess als “Thought Leadership” seit langem bekannt und wichtiger Bestandteil ihrer Marketing-Aktivitäten. "Thought Leadership" bedeutet, sich als Expertin in einem bestimmten Bereich zu etablieren.

Im Prinzip geht es dabei um die Frage: Wie kannst du deine Stärken anbringen und mit deiner Erfahrung anderen Menschen weiterhelfen? Wie kannst du ein Profil aufbauen, dass dich über deinen derzeitigen Job hinaus weiterbringt?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: du kannst z. B. versuchen über Portale wie Medium, LinkedIn oder Quora ein Netzwerk aufzubauen und deine Fachkenntnisse mit anderen zu teilen. Im besten Fall triffst du Menschen, die mit dir zusammenarbeiten wollen und die Leidenschaft für dein Thema mit dir teilen.

"Thought Leadership" ist eine Möglichkeit in die eigene Karriere zu investieren – und zwar über einen konkreten Job hinaus. Dafür braucht man zu Anfang keine aufwändige Website oder ein Tonstudio, um z. B. einen Podcast aufzunehmen. Viel wichtiger ist, dass man mit Menschen in Kontakt tritt und sein Netzwerk Schritt für Schritt aufbaut.

3. Verbringe Zeit mit Menschen, die dich weiterbringen

Es stand wahrscheinlich nicht in deiner Job-Beschreibung, aber es lohnt sich, jede Woche Zeit in den Aufbau seines professionellen Netzwerks zu investieren. Genauso wie Zeit oder Geld ist auch das eigene Netzwerk eine Währung.

Was kannst du also tun?

  • Erweitere dein Netzwerk. Überlege, mit wem du letzte Woche in Kontakt warst. Mit wem würdest du dich gerne austauschen? Meistens braucht man keinen konkreten Grund, um mit jemandem in Kontakt zu treten, sondern es reicht eine einfache E-Mail, Facebook oder LinkedIn-Nachricht.
  • Hilf anderen. Sei großzügig, wenn andere deine Hilfe brauchen. Die Psychologin Lisa Danylchuk bezeichnet dies als “reciprocal transformation.” Dahinter steckt die Idee, dass der Erfolg einer Person zu dem Erfolg einer anderen Person beiträgt. Sie rät: “Learn to see this person’s awesomeness or good fortune as a reflection of your own possibility.”
  • Verbringe Zeit mit Entscheidungsträgern. Im Job geht es nicht nur um Job-Performance, sondern auch darum, sein Netzwerk aufzubauen und ganz konkret gute Beziehungen zu Key-Entscheidungsträgern herzustellen. Carla Harris, Vice Chairman und Senior Client Advisor bei Morgan Stanley, schreibt: “Jeder, mit dem du in Konkurrenz für eine Beförderung stehst, ist gut in seinem Job. Was den Unterschied macht, dich einem anderen Kandidaten vorzuziehen, ist die persönliche Beziehung.” Und Kate Matsudaira, Director und Chief of Staff bei Google, vergleicht Beziehungen mit Entscheidungsträgern mit dem Aufbau eines Filmstreifens: “Relationships are just like filmstrips – every interaction with someone is sort of a frame inside a filmstrip. Find methods to add frames to that particular filmstrip. Venture out for coffee, have conversations, etc.”

4. Pimpe dein LinkedIn-Profil

Dein LinkedIn-Profil ist deine Visitenkarte im Internet. Wofür stehst du und bei welchen Begriffe willst du gefunden werden? Wie kannst du diese geschickt platzieren und somit LinkedIn wirklich als soziale Business Card nutzen?

Unternehmen machen schon sehr lange Suchmaschinenoptimierung (SEO), um für die richtigen Keywords gefunden zu werden, du kannst das für dein LinkedIn-Profil ebenso machen. Füge zu vergangenen Jobs unbedingt Beschreibungen deiner Tätigkeiten hinzu - so wirst du zum einen besser gefunden und gleichzeitig können sich zukünftige Arbeitgeber auch direkt ein Bild von deinen Verantwortlichkeiten machen. Füge unbedingt auch eine ausformulierte Bio von dir hinzu, in die du aufnehmen kannst, wonach du suchst bzw. in welche Richtung du dich weiterentwickeln willst.

5. Investiere in deine Happiness

Es ist leicht, in “Wenn...dann”-Sätzen zu denken. Wenn ich abnehme, dann werde ich glücklicher. Wenn ich die Beförderung bekomme, dann wird es mir besser gehen.

So funktioniert unser Gehirn allerdings nicht, wie Shawn Achor in seinem TED Talk “The Happy Secret to better work” erklärt. Er zeigt, dass Happiness nicht das Ergebnis von Erfolg ist, sondern die Voraussetzung .

“Studien haben gezeigt, dass es eine Verbindung gibt zwischen Happiness und Erfolg”, erklären Julia K. Boehm und Sonja Lyubomirsky, Autorinnen des Artikels “Does Happiness Promote Career Success?” “Herausgekommen ist allerdings, dass Happiness die Voraussetzung ist für Erfolg und dass positives Herangehen Einfluss auf berufliche Arbeit hat.”

Wenn Happiness zu Erfolg führt (und nicht andersherum), dann sollte es auch zur Karriereplanung gehören, dass man Erfahrungen und Erlebnisse bewusst aussucht, von denen man weiß, dass sie einen ein bisschen glücklicher machen können.

Über die Autorin: Rebecca Vogels berät als Brand Consultant Unternehmen. Als Gast-Autorin schrieb sie für die "Huffington Post" eine Interview-Reihe mit führenden Frauen im Silicon Valley.

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