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Katharina Straßer im Beziehungs-Talk

Die quirlige Tirolerin spielt ab 16. 4. in Werner Schwabs "Der reizenden Reigen". Wir sprachen mit ihr über Untreue und ihre Liebe zu Kabarettist Thomas Stipsits.

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Katharina Straßer im Beziehungs-Talk

"Bei uns geht´s lustig zu."

© Sebastian Reich

Sex, Macht, Lug, Betrug und das ewige Streben nach Liebe: Die Grundthematik in "Der reizende Reigen" – Werner Schwabs moderner Version von Arthur Schnitzlers "Reigen" (ab 16. 4. im Wiener Rabenhof) – ist die gleiche wie im Original, nur "wird gevögelt", dass sich die Balken biegen. Der Akt an sich ist Thema, das ist bei Schnitzler nicht so. Wir tragen auf der Bühne sogar Geschlechtsteile, die wir uns abschrauben können. Bei den Proben haben wir uns da schon kaputt gelacht“, amüsiert sich Katharina Straßer, 29, als wir sie im französischen Café "Le Bol" bei Cidre und Ziegenkäse-Salat zum Interview treffen. Aber nicht nur auf der Bühne hat Straßer viel zu lachen, auch privat ist sie happy: Seit einem halben Jahr ist sie mit Kabarettist Thomas Stipstits, 29, liiert.

»Ich glaube an die ewige Treue.«

WOMAN: Frau Straßer, im "Reigen" haben’s die Figuren nicht sehr mit der Treue. Der Ehemann betrügt seine Frau mit dem süßen Mädel, sie geht mit dem Jüngling fremd usw … Ist Ihnen Treue wichtig?

Straßer: Ich halte viel von Monogamie. Ein Seitensprung wäre für mich definitiv ein Trennungsgrund. Es gibt auch keine Ausreden fürs Fremdgehen. Meine Devise ist: Entweder ganz oder gar nicht. Ich glaube an die ewige Treue. Wenn man den richtigen Partner gefunden hat, klappt auch das.

WOMAN: Was macht eine gute Beziehung für Sie aus?

Straßer: Viel guter Sex! (lacht schallend). Und Humor.

WOMAN: Humor kommt bei Ihnen privat sicher nicht zu kurz, Sie sind eine Frohnatur und mit einem Kabarettisten liiert …

Straßer: Klar, bei uns zu Hause geht’s sehr lustig zu. Thomas und ich blödeln irrsinnig viel – haben die gleiche Art von Humor. Wenn eine Pointe greifbar ist, lässt sie keiner aus. Ich mag es, wenn Männer einen Hang zum Kindischsein und gleichzeitig auch eine sinnliche Seite haben. Das ist sexy.

WOMAN: Und wenn’s Streit gibt, bringt er Sie wieder zum Lachen?

Straßer: Nein, wir streiten, wie andere Paare auch. (schmunzelt).

WOMAN: Sind Sie eigentlich eifersüchtig?

Straßer: Nicht direkt. Ich habe eher Verlustängste. Das kommt wahrscheinlich daher, dass ich ein Scheidungskind bin. Meine Eltern trennten sich, als ich sechs Jahre alt war. Ich habe meinen Vater nicht oft gesehen, weil er in Salzburg lebte, ich in Innsbruck. Mir ist damals etwas weggenommen worden, was ich sehr lieb hatte. Und der Gedanke, dass so etwas nochmal passiert, macht mir Angst.

WOMAN: In einem Interview sagten Sie: "Ich ging immer von Beziehung zu Beziehung, ich bin kein Single-Typ". Können Sie schlecht alleine sein?

Straßer: Ich kann schon gut alleine sein, aber meine Beziehungen sind immer irgendwie passiert. Auch bei Thomas war das so. Den habe ich vorher nicht gekannt und dann war er plötzlich da. Er ist gekommen, um zu bleiben. Und das ist schön.

Thema: Liebe