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Katherine Heigl: Mein Ehe-Chaos

Nur im Film hat sie Pech in der Liebe. Privat fühlt sich Hollywoods Sonnenschein Katherine Heigl nach fünf Jahren noch immer "frisch verheiratet“.

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Katherine Heigl backstage bei der J. Mendel-Show in New York.

Katherine Heigl: Hollywoods Sonnenschein

© 2013 Getty Images

Das ist der Stoff, aus dem die Sommer-Comedys sind: Weil die leibliche - sehr konservative - Mutter des Bräutigams anreist, müssen seine geschiedenen Adoptiveltern Don & Ellie traute Ehe spielen. Ärgerlich für Dons Geliebte, die gleichzeitig Ellies beste Freundin ist. Auch andere Familienmitglieder im Film The Big Wedding (seit heute im Kino) haben Troubles. Etwa Lyla, die unter Trennungsschmerz leidet - im Unterschied zu ihrer Darstellerin Katherine Heigl, 34: Sie ist mit ihrem Mann, Sänger Josh Kelley, und Adoptivtöchtern Naleigh, 4, und Adelaide, 1, happy.

Katherine Heigl im Interview:

WOMAN: Sie spielen eine Frau, deren Ehe kaputt ist. Wie sieht es da privat aus?
Katherine Heigl: Es gibt nur ein Problem: Wie können wir Zeit miteinander verbringen? Er ist oft auf Tour, ich bei Dreharbeiten unterwegs. Er hat mittlerweile eine beachtliche Fähigkeit entwickelt, zwischen zwei Konzerten in einen Bus zu springen und uns zu besuchen.

WOMAN: Und umgekehrt?
Heigl: Ich hab das mit dem Bus probiert und find´s nicht so toll (lacht ). Ich versuch mich zu drücken …

WOMAN: Teilen Sie sich die Jobs so ein, dass immer einer mit den Babys daheim ist?
Heigl: Schön wär´s! Ich bin ja eine große Planerin und hätte mir das so ausgedacht. Aber unsere Jobs sind einfach zu willkürlich, man weiß ja nie, welche Chance sich als Nächstes bietet. Es wär ganz schön unfair, wenn er eine große Gala angeboten bekommt und nicht auftreten kann, weil er grad "dran“ ist.

WOMAN: Wie läuft Ihr Eheleben also ab?
Heigl: Chaotisch! Ich hab die Kleinen überall mit und natürlich haben wir auch eine Nanny. Wenn uns nach Sex ist, müssen wir ihr sagen: "Hey, gehst du heute Nacht bitte aus, damit wir nicht in den Polster beißen müssen?“

WOMAN: Noch Sternchen in den Augen?
Heigl: Dieses erste Knistern erlischt natürlich, dagegen kannst du nichts machen. Heute fühle ich mich einfach wohl und aufgehoben in seiner Gegenwart. Sicher, manchmal könnte ich ihn umbringen, aber Gott sei Dank geht er auf Tournee (lacht ). Für mich ist es romantisch, wenn ich für ihn koche, seine Wäsche mache … ich weiß, das klingt sehr nach 50er-Jahre-Hausfrau. Aber ich mach das natürlich nicht immer. Wäre ich sieben Tage in der Woche daheim, würd ich´s wohl weniger spannend finden.

WOMAN: Ein besonders romantischer Moment, an den Sie sich erinnern?
Heigl: Vor einigen Tagen nach dem Mittagessen. Ich habe gestrickt, was ich sehr meditativ finde, mein Mann hat einen Song aufgenommen, meine Babys haben geschlafen, alles war so friedlich und ich spürte die Energie dieser Menschen um mich herum. Hat aber nicht lange gedauert, weil Naleigh aufgewacht ist. Sie hat eine ziemlich große Klappe.

WOMAN: Sie haben nach ihr 2012 noch ein Mädchen, Adelaide, adoptiert …
Heigl: Ja! Wir wollten eigentlich wieder international adoptieren - Naleigh kommt aus Korea -, ein langer Prozess. Doch die Wartelisten waren dann endlos, also haben wir uns für domestic adoption interessiert, bei der man die Mutter als Schwangere kennenlernt. Da wurden wir angerufen: "Eine Geburt ist in vier Wochen, die Mutter ist einverstanden.“

WOMAN: Sie mussten sich rasch entscheiden?
Heigl: Josh war erst entsetzt: "Du meinst, wir haben in vier Wochen ein Neugeborenes?“ Er dachte, wir würden in ein paar Jahren ein zehn Monate altes Baby bekommen. Ich überredete ihn: "Das Timing passt doch wunderbar! Wir haben in der Zeit beide grad nichts zu tun!“ Das war wirklich ein glücklicher Zufall. Und eine sehr glückliche Zeit, die wir dann zu viert verbrachten …