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Heigl: "So sch***** war das Grey's Anatomy-Aus"!

Fünf Jahre lang war Katherine Heigl als "Isobel (Izzie) Stevens" Star bei "Grey's Anatomy". Jetzt packt sie erstmals über ihr Serien-Ende aus.


Heigl: "So sch***** war das Grey's Anatomy-Aus"!

Promotet jetzt Küchengeräte: Katherine Heigl 2016

© 2015 Getty Images

Hollywood ist auch nicht anders als Österreich. Um voran zu kommen, um den Zenith zu erreichen – und vor allem dort zu bleiben – brauchst du natürlich Talent und gutes Aussehen. Doch noch viel wichtiger ist Vitamin B. Beziehungen, ein Netzwerk, gute Kontakte zu einflussreichen Menschen. Mit denen solltest du es dir niemals verscherzen.

Eine Lehre, die Katherine Heigl (37) bitter lernen musste. Fünf Jahre lang war sie als "Isobel (Izzie) Stevens" einer der Stars der zu diesem Zeitpunkt erfolgreichsten Arzt-Serie weltweit: Grey's Anatomy. Doch 2010 folgte das überraschende Aus, begleitet von zahlreichen Gerüchten.

Katherine Heigl: "Ich galt als Zicke, als jemand, mit dem man nicht arbeiten kann."

Sie sei zickig, schwierig, habe überzogene Ansprüche, so Berichte über die Schauspielerin. Jetzt sprach Heigl, die seit dem Aus kaum mehr Rollenangebote bekam und mittlerweile Küchengeräte promotet, in der "Howard Stern Show" erstmals über die Hintergründe ihres Rauswurfs – und die Schmutzkübel-Kampagne, die sie bis in die Therapie führte.

Heigl zu Grey's Anatomy-Zeiten: Ein strahlender Star

Es sei richtig, dass sie eine tragendere Rolle gewünscht habe, aber dieser Wunsch sei nicht absurd gewesen. "Nach fünf Serien-Jahren möchte man einfach, dass die Rolle ausgebaut wird. Leider habe ich es gewagt, das Script zu kritisieren. Ich fand einfach, dass die Drehbücher immer lahmer werden – und habe genau das auch angemerkt." Doch renitente Schauspieler, die mitreden wollen – das sei bei Produzentin Shonda Rhimes gar nicht erwünscht. Als Heigl dann noch ihre Emmy-Nominierung ausschlug, eskalierte der Streit.

Heigl: "Plötzlich hatte ich den Ruf der Zicke weg. Und zwar in der gesamten Branche. Wenn ich zu Events kam, wurde ich schräg angesehen, die Medien zerrissen mich. Auf einmal lass ich die sonderbarsten Sachen über mich. Ich hätte eine bestimmte Garderoben-Ausstattung gefordert, die Kostümbildner tyrannisiert – ich wurde zum Monster stilisiert, mit dem niemand mehr arbeiten wollte."

Heigl: "Nach dem Ausstieg bei Grey's Anatomy war ich reif für die Therapie."

Es sei ein Absturz von 100 auf unter Null gewesen. "Mich hat die Sache zwischenzeitlich fertig gemacht. Ich habe mich wie ein Stück Sch***** gefühlt." Sie habe eine Rolle in einem Independent-Film angenommen, "aber ich war nicht mehr ich selbst. Ich habe mich nicht mehr getraut, den Mund aufzumachen. Selbst als die Schuhe zu klein waren, wollte ich nichts sagen, nur damit es nicht heißt: 'Es stimmt, was über sie erzählt wird. Sie zickt nur herum.' Es war schrecklich."

Nach einiger Zeit sei ihr bewusst geworden, dass sie so nicht mehr weitermachen könne. "Ich war nicht nur beruflich ruiniert, sondern auch menschlich. Also habe ich eine Therapie gemacht, etwas, was ich davor immer abgelehnt habe. Aber es hat mir geholfen, wieder meine innere Stärke zu finden und mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. Familie."