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Rassismus: Schauspielerin spricht Klartext über ihre Angst um ihre Schwarze Tochter Adalaide

Wie viele Eltern ringt auch Schauspielerin Katherine Heigl gerade damit, mit ihren Kindern über Rassismus und den Mord von George Floyd zu sprechen.

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Rassismus: Schauspielerin spricht Klartext über ihre Angst um ihre Schwarze Tochter Adalaide

Katherine Heigl mit den Töchtern Naleigh & Adalaide

© Instagram: Katherine Heigl

Ein Mann, der wegen seiner Hautfarbe von einem Polizisten ermordet wurde? Keine leichte Kost. Aber trotzdem ein Thema, was ein für alle Mal auf den Tisch muss. Weil über Rassismus gesprochen werden muss. Um ihn endlich zu bekämpfen. Es genügt nicht mehr, anti-rassistisch zu denken. Man muss handeln.

Auch Grey's-Anatomy-Star Katherine Heigl strugglet derzeit mit genau diesem Thema. Wie soll sie die immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten dieser Welt mit ihren drei Kindern besprechen? Insbesondere mit ihrer 7-jährigen Tochter Adalaide, welche sie 2012 mit ihrem Ehemann Josh Kelley adoptierte? In einem seltenen Instagram-Post sprach Heigl jetzt genau darüber – ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus und warum sie lange zögerte, in die Rassismus-Debatte auf Social Media einzusteigen.

Sie teilte ein Foto ihrer Tochter Adalaide und schrieb in der Caption: "Normalerweise nutze ich Social Media nicht dafür, um etwas über den Zustand unseres Landes zu sagen. Meistens behalte ich meine Gedanken für mich. Ich engagiere mich - aber privat und nicht im Rampenlicht. Ich lasse denen mit mehr Erfahrung, Bildung und Eloquenz den Vortritt."

Nachdem sie aber die ganze Nacht lang wach lag und sich fragte, wie sie den Mord an George Floyd ihrer Tochter erklären könnte, entschloss sie sich, sich zu Wort zu melden:

»Wie soll ich das Adalaide erklären? Wie soll ich ihr das Unerklärliche begreiflich machen? Wie kann ich sie beschützen? Warum muss ich dafür ihren unschuldigen Geist brechen? Ich kann nicht schlafen."«

Sie gibt zu, hauptsächlich in einer "Weißen Bubble" zu leben und ihre multikulturelle Familie bisher von der Realität des Rassismus verschont blieb.

"Weil ich eine Schwarze Tochter habe, weil ich eine koreanische Tochter habe. Weil ich eine koreanische Schwester und Nichten und Neffen habe, war mir lange nicht bewusst, wie unfassbar hässlich und böse die Wahreit des Rassismus wirklich ist", schrieb sie. "Meine Weißheit, meine inklusive Erziehung, die Liebe – all das war für mich immer normal. Ich war naiv. Fast kindisch."

Neben Adalaide haben Heigl und ihr Mann noch zwei weitere Kinder - die elfjährige Tochter Naleigh und einen dreijährigen Sohn, Joshua.

Katherine Heigl wünscht sich Gerechtigkeit für Floyd, Ahmaud Arbery und Breonna Taylor. Sie hofft, dass "Officer Chauvin und die anderen, die einfach zusahen" mit Konsequenzen zu rechnen haben.