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Kein leichter Abschied für Ursula Plassnik: Der WOMAN-Abschluss-Talk zum Polit-Aus

Beharrlich, geradlinig und engagiert – so wird die 52-jährige Ursula Plassnik als Außenministerin in Erinnerung bleiben. Aus genau diesen Gründen legte die Kärntnerin nach vier Jahren ihr Amt zurück. Offenherzig – und wie stets in WOMAN emotional – lässt sie die vergangenen Tage Revue passieren.


Kein leichter Abschied für Ursula Plassnik: Der WOMAN-Abschluss-Talk zum Polit-Aus
© WOMAN/Wurnig

Woman: Frau Plassnik, haben Sie Ihre Koffer schon gepackt?

Plassnik: Bei uns (im Außenamt; Anm.) steht bei jedem hinter der Tür der Übersiedlungskarton, weil wir so oder so alle paar Jahre umziehen müssen.

Woman: Was war der Anfang vom Ende Ihrer Zeit als Ministerin?

Plassnik: Das waren viele kleine Entscheidungsprozesse, die
gleichzeitig in sehr kurzer Zeit abgelaufen sind. Am Sonntagmorgen
(am Abend des 23. November gab Plassnik ihren Rücktritt bekannt) bin ich noch aufgewacht mit dem Bewusstsein: Ja, ich mach das noch einmal. Im Laufe des Tages hat sich herausgestellt, dass die Grundlage, die erarbeitet wurde, zwar ausreichend ist, um eine Koalition zu verantworten, aber für meine Ansprüche in der Sache nicht genügt.

Woman: Wie kompromissbereit sind Sie?

Plassnik: Der Kompromiss ist mein Geschäft! Ich bin von der
Ausbildung her Diplomatin und sicher jemand, der sehr kompromissbewusst und -bereit ist. Hier ging’s allerdings nicht um die Frage eines Kompromisses, sondern um Weitsicht und Klarheit. Und die waren für mich nicht gegeben.

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