Ressort
Du befindest dich hier:

Du verbringst Weihnachten das erste Mal ohne Familie? So gehst du mit dem schlechten Gewissen um!

Hast du ein schlechtes Gewissen, weil du Weihnachten mit deinem Schatz und nicht mit der Familie feiern willst? Das muss echt nicht sein.

von

weihnachten zu zweit feiern
© Getty Images

In vielen Familien ist es ein fixer Brauch: Am 24. Dezember wird einfach zusammen gefeiert, egal, ob die Kinder klein oder erwachsen sind. Da fährt die Eisenbahn drüber! Und für manche ist es ganz selbstverständlich noch mit 35 bei den Eltern im Wohnzimmer zu hocken und die Bescherung zu genießen. Andere wiederum wollen sich auch in diesem Lebensbereich eher abkapslen – vor allem, wenn ein Partner oder eine Partnerin auf der Bildfläche erscheint.

Das macht ja auch Sinn, denn Weihnachten ist eins der romantischsten Feste überhaupt! Leider haben aber nicht alle Eltern & Verwandten Verständnis für die Abnabelung. Und auch, wenn sie das nicht offen zugeben: Gewisse Blicke & die Körpersprache verraten, wie es in ihnen aussieht. Was das in den Kindern auslöst? Ein schlechtes Gewissen.

Man möchte meinen, dass so etwas einem erwachsenen Menschen nicht viel ausmacht. Doch das tut es eben doch! Und das muss echt nicht sein. Wir haben einen kleinen Guide zusammengestellt, wie man mit dem schlechten Gewissen umgehen – es im Endeffekt sogar ganz ablegen – kann:

Warum fühle ich mich überhaupt schuldig?

Schuldgefühle können durchaus begründet sein, zum Beispiel, wenn man Pläne der anderen wissentlich durchkreuzt. Doch im familiären Umfeld hat man meistens nicht wirklich was falsch gemacht – die Schuldgefühle werden fast schon künstlich von den Eltern & Verwandten erzeugt. Zum Beispiel durch Kommentare à la "Jetzt wo du einen Freund hast, vergisst du uns einfach." oder "Das haben wir aber immer schon so gemacht."

Bist du harmoniesüchtig, wird es dir sehr schwerfallen, diese Ansagen zu ignorieren. Aber führe dir immer vor Augen, dass du ein Recht darauf hast, dein eigenes Leben so zu gestalten, wie es dir gefällt!

Was will ich wirklich?

Hast du überhaupt Lust auf deine Familie? Denn das musst du nicht! Vielleicht sind deine Eltern am 24. total angespannt und die Stimmung grenzt eher an Hysterie als an wahre Freude. Oder der Abend ist viel zu schnell vorbei, weil alle schon um 23 Uhr ins Bett gehen. In jedem Fall ist es okay, wenn du dir das Weihnachtsfest genau so gestaltest, wie du es dir vorstellst.

Klare Kommunikation – auch mit den Eltern!

Du willst die Bemerkungen nicht einfach über die ergehen lassen? Dann sprich ein Machtwort! Aber immer schön sachlich bleiben und mit Ich-Botschaften arbeiten. Erkläre deinen Eltern, wie weh es dir tut, wenn sie dir ein schlechtes Gewissen einreden. Mach ihnen bewusst, dass auch sie sich irgendwann von ihren eigenen Eltern abgenabelt und allein gefeiert haben – warum solltest du das nicht auch dürfen?

Kompromisse finden

Muss man alle Beteiligten zufrieden und glücklich machen? Wer harmoniesüchtig ist, wird jetzt "Ja!!" schreien – aber das stimmt nicht ganz. Man kann versuchen, den gemeinsamen Nenner zu finden. Zum Beispiel indem man vorschlägt am nächsten Tag, dem 25. vorbeizukommen. Oder dafür Silvester gemeinsam zu verbringen.

Und wenn sich das Gegenüber auch so nicht besänftigen lässt, dann heißt es: Durchatmen, durchziehen & zur Entscheidung stehen. Es hilft, wenn man den Partner oder die Partnerin in alles einweiht und offen über die Gefühle spricht.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren:

WOMAN Newsletter

Die E-Mail, auf die du dich jeden Tag freuen wirst: Top-Artikel, Gewinnspiele und tolle WOMAN-Aktionen täglich in unserem Newsletter.

Jetzt anmelden