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#KeinenMillimeter: Petition gegen Verbot des Schwangerschaftsspätabbruchs

Weil sich zuletzt auch in Österreich Gruppen formieren, die die Selbstbestimmungsrechte von Frauen einschränken möchten, haltet nun ein überparteiliches Bündnis mit einer Petition und Aktionen dagegen.

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#KeinenMillimeter: Petition gegen Verbot des Schwangerschaftsspätabbruchs
© Thomas Peschat- www.trashflash-studio.at

Unter #KeinenMillimeter hat sich heute eine überparteiliche Initiative der Öffentlichkeit präsentiert, die sich für die Selbstbestimmungsrechte von Frauen einsetzt. Konkret geht es um das Recht auf den straffreien Schwangerschaftsabbruch - den die InitiatorInnen in Gefahr sehen. Auch in Österreich. Denn während Abtreibungs-Debatten zuletzt etwa in Deutschland oder Italien, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt auf der Tagesordnung standen, hat sich auch in Österreich zuletzt eine Gruppe formiert, die die Frauenrechte einschränken möchte.

Dabei handelt es sich um die Bürgerintiative #fairändern, die ein Verbot des Spätabbruchs bei schwerer Behinderung des Kindes fordert. Diese wurde von 60.000 ÖstereicherInnen unterschrieben und wird am 7. Mai im Petitionsausschuss des Parlaments behandelt. Aber nicht nur das, sie wird auch von Politikern der Regierungsparteien FPÖ und ÖVP unterstützt. Dass hingegen das von 500.000 Menschen unterschriebene Frauenvolksbegehren mit einer abschließenden Diskussion am Mittwoch einfach ad acta gelegt werden soll, wurde heute bei der Pressekonferenz von zwei der Initiatorinnen, Ewa Dziedzic (Grüne Bundesrätin) und Lena Jäger (Frauenvolksbegehren) kritisiert. Hier gibt's die Pressekonferenz zum Nachschauen:

Petition liegt online zur Unterschrift auf!

Dagegen gelte es ein Zeichen zu setzen, man dürfe „keinen Millimeter“ weichen, wenn es darum geht, das schwer erkämpfte Recht der Frauen auf Selbstbestimmung über ihren Körper zu verteidigen – indem das Recht auf Abtreibung bei schwerer geistiger und körperlicher Behinderung des Kindes nach dem dritten Monat eingeschränkt wird. Für den Erhalt dieser Frauenrechte wurde von der Intiative #KeinenMillimeter eine Petition ins Leben gerufen, die hier ganz einfach digital unterschrieben werden kann.

Aktionen in den kommenden 2 Wochen

Darüber hinaus sollen mit Pressekonferenzen und Diskussionsveranstaltungen, Information auf Facebook und Instagram und einem großen Aktionstag am 6. Mai in den nächsten zwei Wochen möglichst viele Menschen für die Petition gewonnen werden. Zu den Initiatiorinnen gehören neben Ewa Dziedzic (Grüne Bundesrätin) und Lena Jäger vom Frauenvolksbegehren, Gynäkologe Christian Fiala (Gynmed), Brigitte Horniyk (Plattform 20.000 Frauen), Andrea Brunner (SPÖ Frauen), Maria Stern (Liste Jetzt) und Klaudia Frieben (Vorsitzende Frauenring). Bei der heutigen Pressekonferenz waren außerdem ein betroffenes Paar und die NEOS-Abgeordnete Irmgard Griss dabei.