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Kennenlernen: Fragen über Fragen

Beim Fortgehen ist ein Trend zu erkennen: Die Fragen, die man sich beim Kennenlernen stellt, ändern sich - und zwar gewaltig.

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fragen daten
© Photo by AndreyPopov/Thinkstock/iStock

Fragen, die gestellt werden:

1. Wie alt bist du?
Früher fragte man so etwas nicht. Frauen nach dem Alter zu fragen war ein absolutes Tabu-Thema (Jungs, bitte merkt euch das!) und eigentlich ist das Alter ja auch nicht wichtig...oder? Doch warum fragen die Männer heutzutage danach? Tatsache ist, dass man sich eher mit "Seinesgleichen" umgab und daher keine Angst zu haben brauchte, am nächsten Morgen mit einer 17-Jährigen oder einem 56-Jährigen an seiner Seite aufzuwachen. Danke Schönheitschirurgie!

2. Was machst du beruflich?
Als ob das so wichtig ist, wenn man eine liebevolle Beziehung sucht? Ist es! Heutzutage ist spätestens Frage Nummer 3 darauf abgezielt, zu erfahren, ob die andere Person - der potenzielle One-Night-Stand mit Aussicht auf was Langfristiges, aber Sex muss gleich mal drin sein - genug Kohle hat, oder ehrgeizig genug ist, um ein möglichst gesichertes Leben zu gewährleisten. Wahrscheinlich aus dem Grund, falls der andere mal ein Sabbatjahr, eine Auszeit vom Alltag und eine Weltreise machen möchte. Und prüfe wer sich ewig bindet! Materialismus an die Macht!

3. Was machst du hier?
Die absolute Highlight-Frage, die man nachts in einer Bar gestellt bekommen kann. "Ich mache das, was jeder hier tut - Freunde für meinen Buchclub finden. NOT!"
Dicht gefolgt übrigens von der Frage: "Und, bist du oft hier?" - als ob man tagtäglich in Bars versumpert und sein einsames Leben mit Alkohol ertränken möchte. Also ehrlich jetzt!

4. Kann ich deinen Facebook-Namen haben?
Ähm ... wie wäre es mit der Telefonnummer? Nein, das wäre viel zu persönlich. Die Facebook-Seite zu stalken geht außerdem viel einfacher. Ach, Männer!

5. Kennen wir uns?
Eine Frage, die ziemlich peinlich enden kann. Denn entweder, man kennt sich wirklich und hat vor lauter oberflächlicher Partys den Namen inklusive Gesicht vergessen und erinnert sich nur mehr wage an Umrisse dieser Person. Oder aber, man wurde hiermit beim Facebook-Stalking erwischt, da man sich die hübsche Freundin des Freundes von einem Bekannten schon des Öfteren auf Facebook angesehen hat. Kein Wunder also, wenn man das Gefühl hat, man würde sich schon ewig kennen. Und bei so manchen Facebook-Fotos, ist das ja auch nicht abwegig, sich quasi bis auf Haut und Knochen zu kennen.

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Fragen, die nicht gestellt, nicht thematisiert, oder wenn thematisiert, dann ignoriert, werden:

1. Bist du Single bzw. verheiratet?
Irgendwie scheint in dieser Zeit absolut jeder davon überzeugt zu sein, wenn du fortgehst und nicht gerade eine zweite Person quasi an dir dran-klebt, bist du automatisch Single. Aber es ist auch in gewisser Weise eine Art Tabu-Thema, denn bereits die Phrase "mein Freund" oder "meine Ehefrau" treibt einem im schlimmsten Fall das blanke Entsetzen ins Gesicht. Daher hat man sich im 21.Jahrhundert offenbar dazu entschieden, dieses kleine aber durchaus relevante Detail auszulassen oder einfach zu ignorieren. Ein Ring am Finger? Egal! Und meinem Gegenüber zuliebe lassen wir das einfach mal beiseite.

2. Was möchtest du trinken?
Die gute, alte Schule, bei der dem kleinen Jungen eingetrichtert wird, dass man Ladies auf Getränke einladen muss, um Eindruck zu hinterlassen, haben wohl einige Männer nicht mitbekommen. Die Frage nach einem weiteren vollen Glas wird also bestmöglich vermieden. "Ist ja ziemlich teuer hier."

3. Mit wem bist du hier?
Dieser Satz wird im Grunde nie formuliert und selbst wenn man ihn aussprechen würde, so wäre es im Zeitalter von Tinder, Affären und Co auch nicht weiter interessant.

4. Wie heißt du?
In den meisten Fällen kommt es nicht dazu, dass man fragt, wie das Gegenüber in der Bar eigentlich heißt. Denn nicht selten - leider - kommt die im Grunde noch fremde Person stürmisch auf einen zugeeilt, und obwohl man bereits die Hand ausstreckt, um Distanz zu bewahren, klatscht einem der Unbekannte bereits den ersten Schmatzer auf die Wange, während er dir hastig seinen Namen ins Ohr nuschelt. Zwar kommt dann in meistens nach etwa 20 bis 30 Minuten der peinliche Moment, wo man nochmals nach dem Namen fragen muss, was aber nicht bedeutet, dass man ihn sich auch merkt.
In diesem Fall gilt: Wer sich den Namen seiner "Beute" beim ersten Mal nicht merkt, hat es nicht verdient, ihn nochmals gesagt zu bekommen.

Themen: Flirt, Liebe

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