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Kerzen aus nachwachsenden Rohstoffen sind nicht immer gut

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Kerzen aus nachwachsenden Rohstoffen sind nicht immer gut

Kerzen aus nachwachsenden Rohstoffen sind nicht immer gut

© APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

Manchmal greift man scheinbar zu einem guten, natürlichen Produkt - und kann sich dennoch täuschen. Denn nicht immer ist klar, wie dessen Inhaltsstoffe gewonnen wurden.

Kerzen aus Paraffin sind oft am günstigsten - aber sie werden überwiegend aus Erdöl gewonnen. Wer stattdessen lieber auf pflanzliche und damit nachwachsende Inhaltsstoffe setzt, handelt aber auch nicht immer nachhaltig.

Stearinkerzen zum Beispiel, bestehend aus einem Gemisch aus pflanzlichen und tierischen Fetten, gehen oft auf den Ausgangsstoff Palmöl zurück - für seine Produktion wird in vielen Fällen Regenwald gerodet.

Das bestätigt auch eine Auswertung von 2021: Ein Drittel der analysierten Kerzenhersteller benannte auf Nachfrage nicht klar, ob sie Palmöl verwenden und ob es aus nachhaltig zertifiziertem Anbau stammt.

Daher lautet der Tipp für den Kauf: Man sollte grundsätzlich auf Produkte mit Palmöl verzichten, die kein Siegel oder keinen schriftlichen Hinweis zum umwelt- und sozialverträglichen Anbau tragen. Ein Beispiel ist das RSPO-Label. Das steht für eine Zertifizierung der Initiative "Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl".

Eine andere Alternative sind Kerzen aus Bienenwachs. Bei ihnen sollte man allerdings auf die Echtheit des Bienenwachses achten, denn manche Kerzen erwecken aufgrund ihrer Optik nur den Anschein.

Der Unterschied lässt sich erkennen: Echte Bienenwachskerzen entwickeln häufig einen weißen Belag an der Oberfläche. Und sie haben den typischen Bienenwachsduft, wenn man leicht an ihnen reibt.