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Diese Diäten werden am schlechtesten bewertet!

Sie wurden in den letzten Jahren gehypt und nun von Medizinern besonders schlecht bewertet. Warum Keto- und Dukan-Diät plötzlich als ungesund gelten.

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Diese Diäten werden am schlechtesten bewertet!
© Photo by Thomas Kelley on Unsplash

Die Saison der festlichen Völlerei ist hinter uns, die Neujahrsvorsätze sind noch frisch. Ein paar Pölsterchen sollen weg, das Jahr 2018 leichter und gesünder werden. Wie immer steigen auch jetzt die Anfragen zum Thema "Diät" und "Abnehmen" bei der weltgrößten Suchmaschine Google extrem an, verkaufen Lifestyle-Magazine nachgewiesen mehr Exemplare, wenn auf dem Cover das Versprechen eines Kilo-Wunders prangt.

Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem der alljährliche U.S. News & World Health Report sein Ranking der besten und schlechtesten Diäten veröffentlicht. Während sich an der Spitze seit Jahren wenig ändert (als gesündeste und effektivste Ernährungsumstellungen werden die Dash-Diät und die Mittelmeer-Diät genannt), gibt es bei den schädlichsten Diäten zwei echte Überraschungen. Ausgerechnet die zuletzt so gehypten Diäten Dukan- und Keto-Diät gelten nun als schädlich.

Keto- und Dukan-Diät: Warum sie von Medizinern so schlecht bewertet werden

Sowohl die angeblich von Stars wie Jennifer Lopez oder Katy Perry präferierte Dukan- als auch die Keto-Diät sind Low Carb-Ernährungsformen mit hohem Protein-Gehalt. Die Idee dahinter: Die Priorisierung anderer Makronährstoffe als Kohlenhydrate fördert die Fettverbrennung und führt zu einem schnellen Gewichtsverlust.

Die Dukan-Diät

  • Bei der Dukan-Diät wird vor allem Wert auf viel Eiweiß gelegt. Der Hintergrund ist, dass Eiweiß das Abnehmen unterstützt, weil es lange satt hält. Gleichzeitig verringert es aber auch den Muskelabbau, beziehungsweise kann es bei ausreichend Sport sogar den Aufbau der Muskeln unterstützen.
  • Vom zeitlichen Ablauf her ist die Diät in vier verschiedene Phasen unterteilt: Angriff, Stärkung, Konsolidierung und Erhaltung. Damit in keiner Phase vollkommen auf Kohlenhydrate verzichtet werden muss, empfiehlt der Erfinder, in jedem Abschnitt täglich Haferkleie zu speisen, immer zusammen mit viel Flüssigkeit. In der ersten Phase sind es nur 1,5 Löffel täglich, ab Spanne zwei steigert sich die Menge auf zwei Löffel.

Warum sie nun als ungesund gilt: Genau diesen geringen Gehalt an Kohlenhydraten bemängeln die Ernährungswissenschaftler und Mediziner, die den alljährlichen Gesundheitsreport verfassen. Wer sich auf diese Weise ernähre, so ihr Fazit, muss mit hoher Müdigkeit, teilweise sogar Schwindel, Übelkeit, Mundgeruch, Verstopfung und Benommenheit rechnen. Dazu handle es sich um keine nachhaltige Ernährungsumstellung, sondern sei auf schnellen Gewichtsverlust ausgelegt. Bei einem Rückfall in alte Gewohnheiten sei der Jojo-Effekt umso größer.

Die Keto-Diät

  • Eine ketogene Ernährung zeichnet sich durch eine extrem kohlenhydratarme und dafür sehr fettreiche Ernährungsweise aus. Durch den Kohlenhydratmangel verändert sich der Stoffwechsel und gerät in die sogenannte "Ketose". In der Leber werden dann Fette in sogenannte Ketonkörper umgewandelt, die anstelle der Kohlenhydrate zur Energiegewinnung genutzt werden und zum Beispiel die Leistungsfähigkeit des Gehirns erhalten.
  • Während einer ketogenen Diät muss auf kohlenhydrathaltige Speisen wie Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Zucker, Obst oder Fertiggerichte verzichtet werden. Stattdessen gibt es viel Fisch und Fleisch, Milchprodukte,Nüsse und kohlenhydratarmes Gemüse.

Warum sie nun als ungesund gilt: Bei der Keto-Diät äußerte sich das Gremium besorgt über den hohen Fettgehalt, der 70 Prozent der Tagesdosis der Diät ausmacht. Dazu lehre sie nicht, wie man sich langfristig gesunde Essgewohnheiten aneignet. Als schnelle Lösung sei sie geeignet, doch langfristig könne kaum jemand auf Brot, Pasta und Obst verzichten. Auch hier seien Jojo-Effekt, Erschöpfung, Kopfschmerz und Verstopfung vorprogrammiert.

Thema: Diät