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Hat Kim Kardashian ihre Tochter schlanker geschummelt?

Ist es wirklich so weit gekommen mit dem Schlankheitswahn? Kim Kardashian-West wird vorgeworfen, dass sie ein Foto ihrer kleinen Tochter bearbeitet hat.

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kim kardashian und north west
© instagram.com/kimkardashian

Manchmal hat man das Gefühl, dass in der Welt der Reichen und Schönen nur eins zählt: Wie schlank du bist. Also vor allem bei Frauen ist der Körper noch immer die wichtigste Währung, wenn es um ihren Berühmtheitsgrad geht. Im Speziellen ist das auf Instagram und anderen visuellen Plattformen so. Wobei es weibliche Stars es auch nie jedem rechtmachen können. Denn gleichzeitig sind sie zu schlank, zu kurvig, zu wenig kurvig oder gar zu dick. Doch diese fürchterliche Doppelmoral sollte etwas sein, dass man der nächsten Generation abgewöhnt. Und nicht etwas, was man weitergeben sollte.

Und deshalb ist es umso schockierender, was Kim Kardashian-West zurzeit vorgeworfen wird. Denn, dass die Influencerin ihre eigenen Fotos oft mehr schlecht als recht bearbeitet, ist bekannt. Doch nun soll sie auch das Bild ihrer kleinen Tochter North retuschiert haben, so dass das Kind ein wenig schlanker aussieht. Die Insta-Seite Celebface, die für ihre Retusche-Aufdeckungen bekannt ist, hat das Instagram-Posting von Kim-K mit dem Original Paparazzi-Bild verglichen:

© Video: instagram.com/celebface

Auf dem Vergleichsvideo sieht man, dass der Bauch von North ein bisschen schlanker gemacht wurde. Laut Insiderquellen soll Kim ja nichts von der Photoshoperei gewusst, sondern einfach ein Bild von einem Fan-Account genommen und den Fail erst später bemerkt haben. Natürlich weiß niemand - außer die Kardashian-West-Family - was wirklich dahintersteckt. Aber wenn es Mama Kim so unangenehm gewesen wäre, dass ihre Tochter dieser Retusche zum Opfer gefallen ist, dann hätte sie wohl das Bild schon aus ihrem Instagram-Feed genommen. Hat sie aber nicht.

Laut der bisher größten Studie zum Thema Essstörung in Österreich sind 31 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Buben anfällig dafür, an einer Essstörung zu erkranken. Das Erschreckende ist, dass die Jugendlichen sehr wohl zu wissen scheinen, dass das gängige Schönheitsideal ungesund ist. Trotzdem spüren sie den Druck, dem Schlankheitswahn entsprechen zu müssen.

Hoffentlich gewinnt Bodypositivity!

15- bis 19-jährige Wienerinnen wurden im Rahmen der Forschung “Bodyshaming und Social Media” befragt. Darin zeigte sich ein starker Hang zur Selbstoptimierung, insbesondere beim Aussehen. Laut den befragten Jugendlichen, erhöhe eine Anpassung an die im Web kursierenden Körperbilder, ihr soziales Kapital. Jene, die es nicht tun, müssen mit Kritik rechnen. Viele der Befragten gaben deshalb an, schon mit 13 "extrem viel Sport" gemacht und die erste Diät probiert zu haben, weil “der Eindruck vermittelt wird, für die Welt da draußen nicht hübsch genug zu sein.”

Und aus diesen Gründen ist es so schockierend, dass schon Kleinkinder einem gewissen Schönheitsideal entsprechen müssen - zumindest, wenn sie in der Öffentlichkeit stehen. Man kann nur hoffen, dass North West und die anderen Kardashian-Jenner-Kinder sich später trauen, aus den Normen auszubrechen und von der starken Bodypositivity-Bewegung profitieren.