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Wie 7 Worte das Leben dieser Mutter änderten

Lego-Steine, Playmobil-Schwerte, Papier. Heidi Hamm verbrachte Stunden damit, das Zimmer hinter ihren Kindern aufzuräumen. BIs 7 Worte alles änderten.

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Wie 7 Worte das Leben dieser Mutter änderten
© iStockphoto

Heidi Hamm ist vielleicht ein klein wenig monky veranlagt, wir kennen die Dame nicht. Aber sie hat gerne eine saubere und aufgeräumte Wohnung. Und ja: Das haben wir auch gerne. Doch als Mutter muss man sich mit einem abfinden: Wie aus einer Wohnzeitschrift sehen die Zimmer mit Kindern ein paar Jahre sicher nicht mehr aus.

Lego-Steine wie Tretminen auf dem Boden, anderes Spielzeug, das kreuz und quer im Zimmer rumkugelt, Kleidungsstücke (warum lassen kleine Jungen so gerne ihre Hosen fallen, sobald sie eine Wohnung betreten?), Stifte, Papierkügelchen: Wo Kinder spielen, da entsteht auch immer Chaos.

Und so brachte Heidi Hamm, Mutter zweier Kinder, jeden Abend nach Arbeit und sobald die Kinder im Bett waren, auch noch Zeit dafür auf, das Zimmer aufzuräumen. "Ich war müde, ich war genervt, aber ich habe den Anblick des unaufgeräumten Wahnsinns in ihrem Zimmer einfach nicht ertragen," schreibt sie auf Facebook in einem Posting, das mittlerweile über 1.000Mal geteilt wurde. "Ich mag es, wenn meine Wohnung sauber ist, es ist ein Punkt in meinem Leben, den ich gerne unter Kontrolle haben will."

So ging es, bis ihr Mann eines Abends, als sie wieder auf allen Vieren die Lego vom Boden aufsammelte und nach Farben sortierte, sieben Worte sagte, die alles änderten.

»Warum schließt du nicht einfach die Türe?«

"Ich habe ihn angestarrt," schreibt Heidi. "Ich hatte erwartet, dass er sich zu mir kniet und mir hilft, stattdessen eröffnete er mir eine völlig neue Möglichkeit."

Es sei so einfach, sich in der Elternrolle völlig zu verlieren, nur mehr darauf zu achten, wie es den anderen geht und wie alles funktioniert, meint Heidi. "Man verliert völlig aus den Augen, dass man auch noch ein Leben hat."

Selbstachtung, das bedeute eben auch: Manchmal Netflix für die Kinder anzuschalten, damit man in Ruhe einen Kaffee trinken kann. Die Kinder früher ins Bett zu schicken, damit man noch mit dem Partner auf dem Sofa kuscheln kann. Eine Schokoladenration für sich aufzuheben. Oder eben einfach die Türe vor dem Chaos zu verschließen.

Seitdem mache sie es so, meint Heidi. "Abends schließe ich die Türe hinter dem Chaos. Es ist ihr Zimmer, sie spielen darin – und das sollen sie auch. Einmal pro Woche räumen jetzt die Kinder selbst auf. Unter anderem, weil es ihnen selbst am Nerv geht, dass sie nichts mehr finden. Die restlichen 95% der Zeit sieht es so aus, wie es aussieht. Aber ich muss es nicht mehr sehen."

Themen: Erziehung, Kinder

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