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Kind verschwunden - weißt du, was zu tun ist?

Plötzlich ist das Kind verschwunden. Ein grauenhafter Gedanke für alle Eltern. Jeder (auch nicht Eltern) sollte sich diese Geschichte eines Betroffenen durchlesen.

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Kind verschwunden - was tun?

Und plötzlich ist das Kind verschwunden...

© istockphoto.com

Eine belebte Einkaufstraße, du möchtest gerade das Eis bezahlen und als du dich wieder zu deinem Kind drehst, ist es weg. Alleine die Vorstellung daran löst bei Eltern Magenschmerzen aus. Man versucht ständig präsent zu sein, vorauszusehen und aufzupassen. Trotzdem passiert es immer wieder: Kinder verschwinden.

Kind verschwunden - was tun?

In einem englischen Blogbeitrag schildert Autor Oliver eine solche Situation. Vor einigen Jahren erging es ihm nämlich so mit seinem damals vierjährigen Neffen. Zum Glück wurde dieser durch die rasche Reaktion eines Mannes wieder gefunden.

Was war gesehen?

Sein Neffe Jake war gerade vier Jahre alt und wie die meisten Kinder in dem Alter wusste er genau, dass er alleine nicht mit Fremden sprechen durfte. Was ist also schief gelaufen?

Die ganze Familie verbrachte den Tag am Strand in Bournemouth (Südküste von England) bei einem Event. Es war viel los, also hielt Lucinda (Jakes Mama) ständig seine Hand. Der Junge war ohnehin etwas schüchtern und hatte kein Interesse diese loszulassen.

Die beiden spazierten umher und als sie kurz stehen blieb, um etwas aufzuheben, ließ seine Mutter die Hand ihres Sohnes kurz aus. Es war höchsten eine Zeitspanne von wenigen Minuten. Als sie sich wieder zu ihm drehen wollte, war Jake weg!

Während sie versuchte ruhig zu bleiben und sich selbst zu sagen, dass er ohnehin nicht weit sein konnte, ging sie umher und rief immer wieder seinen Namen. Doch sie konnte ihn nicht mehr sehen.

Nach wenigen Minuten kam ein Soldat, welcher an diesem Tag die Aufsicht bei der Veranstaltung hatte, auf sie zu und fragte, was los sei.

»Wir suchen einen Jungen. Er ist vier Jahre alt, blond und trägt ein rotes T-Shirt. Haben Sie ihn gesehen?«

Der Mann verschwendete keine Zeit und begann mit seinen Kollegen laut in die Menge zu rufen: "Wir suchen einen Jungen. Er ist vier Jahre alt, blond und trägt ein rotes T-Shirt. Haben Sie ihn gesehen?" Die Männer und weitere hilfsbereite Menschen riefen diese Sätze immerzu und vor allem laut während sie das Gelände absuchten.

Dieses Vorgehen mag vielleicht banal wirken aber letztendlich führte das schnelle Timing und die genaue Beschreibung des Vermissten dazu, dass der Junge gerettet wurde.

Innerhalb von fünfzehn Minuten fand man Jake ein wenig weiter unten am Strand. Nur ein kleiner Junge, der eben weggelaufen ist? Leider nicht...

»Da war ein Mann mit Glatze und einem weißen Shirt. Er sagte er würde mich zu einem echten Raketenschiff bringen.«

Was Jake erzählte, würde jeder Mutter und jeden Vater das Blut in den Adern gefrieren lassen: "Da war ein Mann mit Glatze und einem weißen Shirt. Er sagte er würde mich zu einem echten Raketenschiff bringen." Eine echte Verlockung für einen kleinen Jungen...

Die Polizei vor Ort meinte, dass der Mann eventuell eine Entführung plante, hätte aber die Rufe gehört und öffentliche Aufmerksamkeit gespürt. Daher war es für ihn nicht mehr möglich sicher das Gelände zu verlassen.

Was ist zu tun?

Sollte dein Kind plötzlich weg sein, scheue dich nicht und rufe sofort so laut du kannst in die Menge. Solche eine Situation ist nicht peinlich! Lass die Menschen wissen, dass du dein Kind vermisst und beschreibe so genau wie möglich, wie es aussieht - Alter, Haarfarbe und Kleidung. Bitte die Leute, wenn nötig, dass sie mit dir rufen und die Nachricht so schnell wie möglich verbreiten. Im Ernstfall kann eine schnelle Reaktion nämlich Leben retten.

Ein Trick, der Kinderleben retten kann

Ein Eltern-Trick, der Leben retten kann

Stell dir folgende Situation vor: Ein kleines Mädchen wird von einem älteren Mann angesprochen. Sie solle rasch mit ihm mitkommen, denn ihrer Mutter sei etwas passiert. Daraufhin fragt das Mädchen den Fremden nach dem Passwort. Dieser ist verwirrt und das nutzt die Kleine aus, um wegzulaufen. Denn sie hat mit ihren Eltern und Großeltern ein Wort vereinbart, das ausgetauscht werden MUSS, wenn einmal jemand anderer als eine Vertrauensperson kommt, um sie zu holen.

So weiß das Kind ganz genau, wenn die Nachricht nicht wirklich von der Familie kommt. Damit kann vielleicht ein Leben gerettet werden! Mach dir also mit deinen Kindern Passwörter aus und erinnere sie immer wieder daran, dieselben mit niemanden sonst zu teilen.

Thema: Eltern

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