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Immer mehr Kinder leiden an Depressionen

5 Jahre alt und bereits depressiv - diese erschreckende Diagnose wird leider immer häufiger gestellt.

von

Trauriges Kind
© Thinkstock

Mit Kinder verbindet man unwillkürlich Lachen und fröhliche Unbeschwertheit. Umso erschreckender sind dann Meldungen, dass mittlerweile sogar fünfjährige Sprösslinge an Depressionen erkranken.

In der letzten Dekade wuchs beispielsweise in Großbritannien die Zahl der Kinder, die an schweren Depressionen leiden auf 80.000 davon 8.000 unter 10 Jahren. Wobei vor allem die Anzahl der besonders Jungen in der letzten Dekade stark angestiegen ist.

Laut Expertinnen und Experten ist für diese bedenkliche Entwicklung vor allem der nunmehr weitaus höhere Stressgehalt in der Kindheit verantwortlich, zurück zu führen auf Mobbing in frühen Lebensjahren, sozialem Druck, Prüfungstress oder zerrüttete Familienverhältnisse.

Im Gegensatz zu früher konnte man sich von vielen dieser Belastungspunkte verabschieden, wenn man die Schule verließ. Heutzutage können Kinder jedoch nie abschalten, da sie eben immer "on" sind: online, auf sozialen Netzwerken, am Handy. Cyberbullying geht dann vielleicht auch nicht nur von einer Person aus, sondern andere werden dadurch "inspiriert" und Gerüchte verbreiten sich innerhalb von Sekunden. Es wird entscheidend, wieviele Facebook-Likes oder Twitter-Follower man hat, aber auch, was man an hat oder welches Smartphone man vorzuweisen hat.

Depression bei Kindern zeigt sich beispielsweise in dem Glauben von Kindern, nirgends dazu zu gehören und schwer Anschluss zu finden, Teilnahmslosigkeit oder Antrieblsosigkeit. Aber ebenso physische Auswirkungen in Form von Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit oder Schmerzen können ein Anzeichen sein, dass das Kind Hilfe braucht.

via: The Telegraph