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Kinderseelen aus Glas

Krankheit, Tod. Für Erwachsene schon schwer zu verkraften. Doch wie verarbeiten Kinder die Trauer? Eine bewegende Kampagne des Hospiz Vorarlberg.

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Kinderseelen aus Glas

Die Kinder beim Entwerfen ihrer "Seelen"

© Markus Gmeiner

"Die Mama ist gestorben. Ihre Seele ist jetzt im Himmel." Wenn Verwandte oder Freunde krank sind und sterben, dann versuchen Erwachsene oft, Kinder mit diesem Satz zu trösten.

Aber was ist die Seele? Mit einer Erklärung tun schon wir Erwachsene uns schwer. Wie soll ein Kind Schmerz und Kummer in Worte fassen, wie das körperlose Konzept der Seele begreifen?

Auf dieser Idee entwickelte die Agentur Great eine Kampagne für HOKI, das Hospiz Vorarlberg der Caritas, in dem Kinder, deren Eltern oder Geschwister an einer lebensbedrohlichen Krankheit erkrankt sind, Halt und Unterstützung durch 13 Betreuer erhalten.

Sieben Kinder modellierten ihre Vorstellung von der Seele in Ton. Glasbläser nahmen sich anschließend dieser Tonskulpturen an und verwandelten sie in kristallene Kunstwerke.

Die Kinder entwerfen ihre "Seelen" aus Ton
Glasbläser verwandeln sie in Kunstwerke

Heraus kamen Kunstwerke, die ein Spiegelbild der kindlichen Fantasie sind. Die 12-jährige Felizia entwarf etwa eine "Schatzkammer", die die menschlichen Seelen bewahren soll.

Die Schatzkammer der Seelen

Florian (10) formte den "Mensch mit Geheimniskoffer". In dem Koffer werden die Seelen behütet, damit sie nie verletzt werden.

Im Geheimkoffer werden die Seelen geschützt

Mavies (8) "Seelenmonster" beschützt die Seelen, damit niemand kommt und ihnen Schaden zufügt.

Das Seelenmonster

Auf der Seite des HOKI findet ihr einen wunderbar berührenden Film, in dem die Kinder über ihre Vorstellung sprechen.

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