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Meine Challenge: mit Kinderwagen in der Stadt

Ständig hört man Horrorgeschichten vom Alltag mit Kinderwagen in der Stadt. Doch ist es wirklich so schlimm? Redakteurin Nadja wagte die ultimative Kinderwagen-Challenge in der Wiener Innenstadt.

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Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

Wer traut sich samstags mit Kinderwagen auf die Mahü?

© Nadja Kupsa - Kindewagen von Stokke® Xplory® Athleisure Coral

„Keiner hilft dir beim Ein- und Aussteigen“, ärgert sich eine Freundin. „Versuch mal samstags einkaufen zu gehen“, meint eine andere. Glaubt man den Mamas in meinem Bekannten- und Freundeskreis ist eines jedenfalls klar: Das Leben mit Kinderwagen in Wien ist nicht einfach. Nun ja, in einigen Wochen werde ich selbst zum ersten Mal Mama und wohne in der Wiener Innenstadt. Einen Kinderwagen habe ich schon besorgt. Und nun fürchte ich mich ein wenig... Ist der Alltag damit wirklich so umständlich? Und sind die Wiener so rücksichtslos, wie alle sagen? Ich wollte es schon jetzt wissen und bin einen Tag lang mit Kinderwagen in der City rumgecruist!

Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

Challenge #1: Mit Kinderwagen im Restaurant

Es ist Wochenende und ich treffe einen Freund zum Brunchen. Obwohl mein Kinderwagen leer ist (keine Sorge, die anderen Menschen konnten das nicht sehen), bin ich total aufgeregt. Als ich das Lokal betreten möchte, sehe ich schon von draußen, dass der Laden richtig gut besucht ist. Das könnte eng werden... Und hier auch schon die erste Herausforderung: Der reservierte Tisch befindet sich gaaaanz hinten zwischen weiteren Tischen. Mit Kinderwagen nicht zu erreichen. Die Kellnerin erkennt mein Problem und setzt uns an einen Tisch weiter vorne. Den Kinderwagen muss ich leider mitten am Gang abstellen. Die Kellnerin hat aber Verständnis.
Mein Learning: Lieber vorher das Lokal abchecken, ob es genug Platz für einen Kinderwagen gibt und bei der Reservierung IMMER dazu sagen, dass man irgendwo am Rand sitzen möchte.

Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

Challenge #2: Mit der Straßenbahn fahren

In Wien gibt es zwei Arten von Straßenbahnen: alte (nicht für Kinderwägen geeignet) und neue (für Kinderwägen geeignet). Die älteren Straßenbahnmodelle der Wiener Linien ohne Hilfe zu betreten, ist kaum möglich. Hier muss man Stufen und einen sehr engen Türeingang bewältigen. Stress ist vorprogrammiert. Die neuen Straßenbahnen hingegen sind barrierefrei und verfügen über gekennzeichnete Plätze für Kinderwägen. Wenn hier jemand sitzt, kann man die Person höflich auffordern aufzustehen.
Mein Learning: Ist die Bim voll gestopft mit Leuten, muss man mit dem Kinderwagen ganz schön radikal sein und riskieren, dass man Leute überfährt, denn hier macht keiner den Weg frei. Bim fahren ist nur dann komfortabel, wenn nichts los ist!

Challenge #3: Samstags shoppen auf der Mahü

Jeder, der an einem Samstag bei gutem Wetter schon mal auf der Mariahilfer Straße war, weiß wovon ich spreche: Menschenmassen, Trubel und wenig Platz sind angesagt. Vor dieser Aufgabe habe ich mich am allermeisten gefürchtet und wurde dann positiv überrascht. Ist man mit dem Kinderwagen auf der Mahü unterwegs, weichen einem die Leute aus, man kommt schnell voran und eigentlich ist alles recht stressfrei.
Mein Learning: Offenbar haben auf der Straße viele Angst vor radikalen Müttern, die ihre Kinderwägen zu Monstertrucks werden lassen. #lol

Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

An diesem Tag sprechen mich gleich zwei „Bald-Mamas" auf meinem Kinderwagen an. Hier noch mal für alle: Es handelt sich dabei um den Stokke® Xplory® Athleisure Coral .

Challenge #4: In kleinen Supermärkten einkaufen

Selbst, wenn der Supermarkt sehr eng und klein ist. Mit meinem Kinderwagen passe ich überall durch. Die Leute lassen mich vorbei und niemand scheint genervt zu sein.
Mein Learning: Lebensmittel shoppen mit Kinderwagen ist total praktisch, weil man die Einkäufe unter dem Wagen verstauen kann!

Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

Challenge #5: Mit dem Bus fahren

Anders als in der Bim, machen einem die Leute sofort Platz, wenn man in den Bus einsteigt. Hier gibt es sogar eigene Sitze und einen gekennzeichneten Platz für Kinderwägen. Beim Einstieg selbst hat mir zwar keiner Hilfe angeboten aber der Busfahrer registrierte gleich, dass ich einsteigen möchte und hat den Bus zur Seite etwas abgesenkt.
Mein Learning: Positioniere dich schon bei der Haltestelle so, dass dich der Busfahrer sieht, um dir den Einstieg zu erleichtern.

Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test
Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

Challenge #6: Shopping

Die meisten Geschäfte in der Innenstadt sind barrierefrei. Shopping bei H&M ist zum Beispiel relativ stressfrei. Mit dem Lift gelange ich in jedes Stockwerk.
Mein Learning: Trotzdem lieber nicht samstags shoppen gehen. Das ist auch ohne Kinderwagen sehr schwer zu ertragen...

Challenge #7: U-Bahn fahren in Wien

Zugegeben... ich bin sowieso kein U-Bahn-Fan. Schon gar nicht, wenn es zur Rush Hour richtig eng wird. Sobald Menschen die U-Bahn betreten, werden sie irgendwie unsympathisch... sie quetschen sich vor mir in den Lift, der eigentlich für Kinderwägen und Menschen mit Beeinträchtigungen vorgesehen ist. Sie reagieren genervt, wenn man mit Kinderwagen in die U-Bahn einsteigt. Sie gehen nicht zur Seite, wenn man sich in den Gang stellen muss und einige verdrehen sogar die Augen oder seufzen. Es ist also kein Mythos... U-Bahn fahren mit Kinderwagen ist doof.
Mein Learning: Beharre auf deine Rechte! Wenn sich vor dir jemand in den Lift quetscht, dann quetsche dich mit Kinderwagen dazu. Sollte zu wenig Platz sein, muss die Person, die auch die Rolltreppe nehmen kann, wieder aussteigen. Das Selbe gilt für das U-Bahn fahren selbst: Der Platz in den Mittelgängen ist für Kinderwägen oder Rollstuhlfahrer gedacht. Sollten hier Leute herumstehen, bitte sie zur Seite zu gehen. Zum Beispiel sagst du laut: „Entschuldigen Sie, dieser Platz ist für Kinderwägen vorgesehen!“

Stokke XPlory Kinderwagen in Wien im Test

Mein Fazit

Der City-Alltag mit Kinderwagen ist nicht immer leicht. Tatsächlich reagieren viele Menschen genervt auf Mamas mit Kinderwägen – vor allem dann, wenn es in den Öffis eng wird. Deswegen ist es umso wichtiger schon beim Kauf eines Kinderwagens auf einiges zu achten: Er sollte nicht breiter als 60 cm und sehr wendig sein. Je sportlicher, desto besser!

Hier übrigens ein Traumszenario für jede Mutter mit Kinderwagen: gleich drei Fahrstühle und nichts los! :D

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