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Kino-Tipp: "Der Schlussmacher"

Am 11.1 startet "Der Schlussmacher" in den österreichischen Kinos: Publikumsliebling Matthias Schweighöfer führte nicht nur Regie, sondern übernimmt auch gleich die Hauptrolle.


Kino-Tipp: "Der Schlussmacher"
© Der Schlussmacher

Wer mit seinem Partner Schluss machen möchte - oder besser gesagt: mit ihm Schluss machen lassen möchte, der wendet sich an Paul und Konsorten. Als Trennungsagentur erledigen sie die für die Auftraggeber unangenehme Aufgabe schnell und herzlos: Diesen Charakter hat sich Publikumsliebling Matthias Schweighöfer für seine zweite Regiearbeit, "Schlussmacher", als Rolle erwählt. Diese konfrontiert er für ein Roadmovie mit seinem absoluten Gegenteil Toto (Milan Peschel) - und schon steht die Mixtur für ein Buddy-Movie mit charmanten Sequenzen in der Höhe und viel Flachem in den Mühen der Ebene. Ab Freitag in den heimischen Kinos.

Matthias Schweighöfer als Profi-Schlussmacher

Nach seinem Regiedebüt "What a Man" spielt Schweighöfer in seinem Zweitwerk den smarten Profi-Schlussmacher Paul, der ausgebooteten Partnern die Nachricht vom Beziehungsaus überbringt. Der Filmemacher geht dabei das Risiko ein, lange Zeit nicht als Sympathieträger zu fungieren, sondern als alerter Arsch zu erscheinen, der mit Plattitüden a la "ein Ende ist immer auch ein Anfang" den Leuten den Boden unter den Füßen wegzieht.

Matthias Schweighöfer - der Til Schweiger einer neuen Generation

Dies geht auch alles so weit glatt, bis der knuddelig-chaotische Toto von ihm abserviert wird und sich aus Einsamkeit an seine Fersen heftet, als der Trennungsexperte ihm mitteilt, dass sich seine Freundin Kati (Nadja Uhl) von ihm trennen will. So begleitet er ihn schließlich als Chauffeur auf einer Dienstreise quer durch Deutschland, während der sich die beiden Protagonisten näherkommen, können doch beide voneinander lernen.

Ein wenig erinnert die Reise der beiden ungleichen Männer an "Indien", wenn auch mit weniger Provinz und mehr Slapstick denn Dialoghumor. Die meisten Aufnahmen der Berliner City oder der Frankfurter Skyline scheinen einem Werbefilm entsprungen. Zugleich verlässt sich der Film im Fortgang zusehends auf sketchlastigen Körper- statt auf subtilen Sprachwitz und verflacht mithin. Wenn die beiden Protagonisten von einer wahren Venus von Willendorf (Manuela Wisbeck) attackiert werden, gemahnt das streckenweise an den Anarchohumor eines "Borat".

Schweighöfer positioniert sich mit "Schlussmacher" zusehends als Til Schweiger der neuen Generation, der sowohl am Regiestuhl und vor der Kamera routiniert durchaus unterhaltsame Werke herzustellen weiß.

APA/red

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