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Kundin versus Friseur: Klage über 19.000 Euro wegen Vokuhila

Eine Australierin verklagte ihren Friseur auf über 19.000 Euro, weil sie nach dem Friseurbesuch einen Vokuhila hatte. Warum die Klage nicht durchging.

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haare raufen
© istockphoto.com/Milenko Bokan

Du bist unzufrieden mit deinem Haarschnitt? Dann verklag doch deinen Friseur! Am besten auf eine horrende Summe. Mehrere tausend Euro wird schon klappen. Oder auch nicht. Bei einer Australierin hat es offensichtlich nicht geklappt, obwohl sie "nur" 19.000 Euro haben wollte. Doch die Klage wurde abgewiesen.

Letztes Jahr im April ging Jessica Bray zum Friseur, um wie immer ihren Haaransatz Platinblond nachfärben zu lassen. Was dann passierte, beschrieb die Australierin haarklein auf Facebook: "Seit 12+ Jahren lasse ich mir den Ansatz Blond färben und ich war zufrieden mit dem Salon, bevor die Sache passierte. Nachdem ich aber einmal mit einem orangefarbenen Ansatz den Laden verlassen hatte, musste ich lange darüber nachdenken, ob ich nochmal hin soll. (..) Und leider war das ein Fehler. Denn sie ließen mich wieder mit einem kaum gefärbten Ansatz gehen."

Bray war so wütend, dass sie eine negative Review auf der Facebook-Seite des Salons hinterließ. Doch das alles half nichts, denn sie wollte ja ihren Ansatz nicht halb eingefärbt lassen. In einem anderen Salon sagte man ihr, dass man nichts für sie tun könne, da ihre Haare so kaputt seien. Einzige Hoffnung: Wieder zum ursprünglichen Salon gehen. Und das tat Bray auch: "Die Friseurin versuchte, mir zu erklären, warum man meine Haare zweimal blondieren müsse. Dann behandelte sie mein Haar mit dem Bleichmittel und ließ mich sitzen. Da ich so eine Angst hatte, zog ich daran und hielt plötzlich Strähnen in meiner Hand. Ich flippte fast aus, doch da sah mich die Chefin und schickte mir sofort die Friseurin zum Auswaschen."

Haare verklagt
Oben vorher, unten nachher (c) Facebook.com/JessBray

Das Personal hätte sie nicht darauf angesprochen, dass ihre Haare einfach abbrechen - weder vor, noch nach dem Föhnen und Stylen. Zuhause angekommen, habe Bray nur noch Probleme mit ihren kaputten Haaren gehabt: Beim Waschen und beim Kämmen fielen sie einfach aus oder brachen ab. Und, dass der Salon ihrer Meinung nach nicht angemessen auf die Sache reagierte, machte die Sache für Bray nur noch schlimmer. Laut ihrem Posting, konnte sie das Haus nicht mehr verlassen und entwickelte eine leichte Depression.

Das war wohl auch der Grund, warum sie sich letztendlich dazu entschloss, den Salon anzuklagen. "Friseurkunst ist subjektiv.", meinte der Chef des Salon laut Bray zur Sachlage. In ihrem letzten Posting macht die Australierin klar, wie unfair sie das findet. Denn den Vokuhila, den sie auf mehreren Fotos gezeigt hat, habe ihr niemand extra geschnitten. Der sei so entstanden, weil der Salon ihre Haar ruiniert hatte. Doch Bray gewann nicht die 19.000 Euro, auf die sie gehofft hatte. Sie bekam den Preis für die Haarbehandlung und den Besuch beim Psychologen zurückerstattet.

Thema: Haare

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