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"Klaus" auf Netflix: Dieser Weihnachtsfilm ist besser als "Kevin – Allein zu Haus"

Was tun an den Weihnachts-Feiertagen? "Kevin – Allein zu Haus" schauen, klar. Jetzt gibt es aber einen neuen Stern am Weihnachtsfilm-Himmel und unsere Redakteurin will, dass ihr ihn alle seht!

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"Klaus" auf Netflix: Dieser Weihnachtsfilm ist besser als "Kevin – Allein zu Haus"

Was ist euer liebster Weihnachtsfilm?

© Netflix

Hallo, ich heiße Anna, bin fast 30 Jahre alt und habe mir in den letzten zwei Tagen drei Mal hintereinander den gleichen Zeichentrickfilm angesehen. Freiwillig. Und mit Tränen in den Augen. Einen echten Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2019. Keine Computeranimation. Im Mainstream mittlerweile eine echte Rarität. Verantwortlich für meinen Tränenausbruch? "Klaus", DER Weihnachtsfilm auf Netflix von der spanischen Filmschmiede "Sergio Pablos Animation Studios".

Und ich weiß, ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster, ABER ich schreibe es hier trotzdem: "Klaus" ist besser als "Kevin – Allein zu Haus". Warum? Sergio Pablos, der bei dem Film sein Debüt als Regisseur feierte, wollte dem Weihnachtsmann eine ebenso frische wie unfassbar rührende Ursprungsgeschichte verpassen. Und diese Mission wurde sowas von erfüllt.

Hier geht's zum Trailer von "Klaus" - ganz objektiv dem besten Weihnachtsfilm seit immer

Noch mehr Filmtipps findest du übrigens HIER!

Woher kommt der Weihnachtsmann?

Ohne spoilern zu wollen, wird in "Klaus" die Weihnachtsgeschichte neu erzählt: Jesper ist der schlechteste (und faulste) Briefträger, den die Welt je gesehen hat. Um ihm ordentlich die Wadln nach vorne zu richten, wird er deshalb in ein unwirtliches Kaff namens "Zwietrachting" geschickt. Dort bekämpfen sich seit jeher die Ellenbogners und die Grobs aufs Härteste. Briefe? Werden dort nicht verschickt - zu sagen haben sich die Einwohner und Einwohnerinnen im eiskalten Norden nämlich nur wenig. Jesper will schon aufgeben, als er Unterstützung durch die dortige Lehrerin Alva erfährt und den eigenbrötlerischen Spielzeugmacher Klaus kennenlernt, der allein in einer Hütte voller handgefertigter Spielzeuge lebt. Mit diesen ungewöhnlichen Freundschaften kehrt das Lachen nach Zwietrachting zurück und alle anderen werden großzügig, erzählen magische Geschichten und hängen Strümpfe an ihren Kaminen auf... Der neue entdeckte Gemeinschaftssinn schmeckt aber nicht jedem auf der eisigen Insel nördlich des Polarkreises...

Fazit

Egal ob Groß oder Klein. Den kurzweiligen Film werden auch Zeichentrick-GegnerInnen lieben. Die Geschichte wird liebevoll und ohne allzu viel Sentimentalität erzählt. Die Figuren selbst sind schrullig und unfassbar liebenswert. Jeder Schmäh sitzt. Und auch die Bilsprache gelingt. Das verwinkelte, wenig einladende Zwietrachtingen mit seinen wackligen Bauten und seiner einschüchternden Skyline wird eingangs in Weiß, Schwarz und nebulösem Grau dargestellt. Doch so in Zwietrachtingen sukzessive Freude und Freundlichkeit Einzug erhalten, gewinnt "Klaus" Schritt für Schritt an Farbspektrum und warmen Lichtern. Wunderschön!

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