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Kleidung, die Menschen tötet!

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Würdest du Kleidung tragen, von der du weißt, dass sie dich umbringen könnte? In der Vergangenheit gab es Menschen, die ihr Leben riskierten, nur um trendy zu sein!


Das Blei-Make-up © Bild: Corbis. All Rights Reserved.

Das Blei-Make-up

Früher waren die Samurai die Herrscher Japans, doch auf einmal gingen ihnen die Erben aus, denn viele der Kinder waren schwach und debil. Forscher sollen nun eine Erklärung dafür gefunden haben: Es war das bleiverseuchte Make-up. Geishas, die im 18. und 19. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebten, schminkten ihre Gesichter stets weiß. Dafür verwendeten sie "keifun" (Quecksilberchlorid) oder "empaku" (Bleiweiß), dass sie sich als Paste ins Gesicht strichen. Auch die Frauen der Samurai wollten diesen neuen Trend nachmachen und begannen damit sich ihr Gesicht weiß einzupinseln - mit verheerenden Folgen.
Wie tödlich war Blei-Make-up?
Eine Bleivergiftung ist ein langsamer, leiser Killer, der dich erst nach Jahren tötet. Die Anzeichen einer Bleivergiftung waren: Hirnschäden, Zusammenbruch des Nervensystems, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Anämie, einen konstanten metallischen Geschmack im Mund, Lähmung, Schlaflosigkeit und (sehr merkwürdig) hinkende Handgelenke. Nach und nach starben Frauen und auch ihre Kinder an den Folgen der Bleivergiftung in der Kosmetik.

Was haben sich die Menschen dabei gedacht??
Weiße Haut steht auch heute noch für Wohlstand, denn nur das Arbeitervolk musste tagsüber draußen auf dem Feld in der Sonne arbeiten, während die Adeligen sich drinnen aufhielten. Das Blei schädigte die Haut im Gesicht natürlich und deswegen musste man die Schädigung irgendwie abdecken.. und wie machte man das am besten? Mit noch mehr Make-up!