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Kleidung, die Menschen tötet!

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Würdest du Kleidung tragen, von der du weißt, dass sie dich umbringen könnte? In der Vergangenheit gab es Menschen, die ihr Leben riskierten, nur um trendy zu sein!


Lotusfuss © Bild: Corbis. All Rights Reserved.

Lotusfuss

Das Füßebinden oder Lotosfuß genannt, war das extreme Einbinden von normalen Füße chinesischer Frauen im 8. Jahrhundert zu kleinen Minifüßen. Alles begann mit einer Konkubine, welche vor dem Kaiser mit Seide um ihre Füße gewickelt herumtanzte und endete mit Frauen, deren Füße so entstellt waren, dass sie nicht einmal mehr kurze Distanzen gehen konnten. Als ideale Fußlänge galten zehn Zentimeter , was etwa der Schuhgröße 17 entspricht. Lotusfüße galten als Schönheitsideal, weil es ein Zeichen von Wohlstand war (Frau muss nicht arbeiten) und weil es den Beschützerinstinkt der Männer weckte. So kam es auch vor, dass Männer gar nicht mehr auf das Gesicht der Frau, sondern nur noch auf ihre kleinen Füße achteten.

Wie tödlich war das Füßebinden?
Bereits im Alter von 2 bis 7 Jahren begann man mit der verrückten Füßebinderei, denn die Füße von jungen Mädchen waren noch weicher und flexibler, als die der älteren. So wurden die Füße in einer Flüssigkeit eingeweicht, alle Zehen (bis auf den großen) gebrochen und unter die Fußsohle gebogen. Der Fuß wurde fest mit Bandagen umschlungen und so deformierte er sich nach und nach.
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