Ressort
Du befindest dich hier:

16-jährige Klimaaktivistin am Weg zum Weltwirtschaftsforum

Greta Thunberg, die mit ihrer Rede auf der Klimakonferenz in Kattwoitz Berühmtheit erlangt hat, ist auf einer 65-stündigen Reise, um im schweizerischen Davos das Weltwirtschaftsforum zu besuchen.

von

16-jährige Klimaaktivistin am Weg zum Weltwirtschaftsforum
© Screenshot Twitter

Erinnert ihr euch noch an Great Thunberg? Die 16-jährige Schwedin hat mit ihrer Rede auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz Mitte Dezember mehr oder weniger die ganze Welt begeistert. Schonungslos offen hat sie dort der versammelten politischen Elite und deren zahnloser Klimapolitik den Spiegel vorgehalten: "Ihr habt Angst, euch unbeliebt zu machen. Ihr seid nicht erwachsen genug, um zu sagen, wie es wirklich ist. Sogar diese Last überlässt ihr uns Kindern", hatte sie unter anderem gesagt. Das war nicht ihre erste Aktion: Sie schwänzt seit Ende August einmal wöchentlich die Schule, um vor dem Parament in Stockholm zu protestieren. Nun hat sie sich im Dienste des Klimas auf eine längere Reise (und wohl auch Schulauszeit) begeben: Sie reist gerade mit dem Zug zum Weltwirtschaftsforum nach Davos. 65 Stunden dauert die Fahrt insgesamt.

Ausgestattet mit einem roten Koffer und einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk for klimatet“ (Schulstreik fürs Klima) ist sie am Weg in die Schweiz, sie hat angekündigt bis Freitag auf der Konferenz bleiben zu wollen. Dabei hat sie sich mit dem Weltwirtschaftsforum den richtigen Ort für ihr Anliegen ausgesucht: "Unsere Zivilisation wird für das Wohl einer sehr kleinen Gruppe von Menschen geopfert, damit letztere immer mehr Geld erwirtschaften können", hatte Greta schon in ihrer Rede beim Klimagipfel gesagt.

"Ältere Generationen richten Chaos an"

Dass sie nicht mit dem Flugzeug anreist ist auch klar, auch ihre Eltern habe sie schon vor Jahren davon abgebracht, zu fliegen, so Greta gegenüber der schwedisch-norwegischen Sendung „Skavlan“. Die SchwedInnen sind insgesamt Vielfliegerinnen, weswegen sich ein "Trend" immer mehr breit macht: "Flygskam", so viel bedeutet wie sich fürs Fliegen zu schämen. Im Zug habe sie außerdem genug Zeit, ihre Rede vorzubereiten. Eine Rede, auf die wir uns in Anbetracht dessen, was sie schon in Kattowitz gesagt hat, mit Sicherheit freuen dürfen. Ob sich die anwesenden PolitikerInnen ebenso freuen bleibt abzuwarten. Wir zitieren noch einmal aus ihrer Rede vom Klimagipfel: „Wir müssen verstehen, was für ein Chaos die älteren Generationen angerichtet haben, das wir nun aufräumen und mit dem wir leben müssen.“