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Grüne Helden

Der österreichische Klimaschutzpreis wird heuer bereits zum neunten Mal vergeben. Wir sind gespannt wer am 14. November in der Siemens City in Wien ausgezeichnet wird. Wir stellen zwei interessante Projekte vor – Biobäuerin Elisabeth Eder und die Marktgemeinde Götzis.

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Grüne Helden

Biobauern Josef und Elisabeth Eder

© andares Werbeagentur

Die nominierten Projekte 2016 werden im ORF-Servicemagazin "heute konkret" vom 10. Oktober bis 4. November 2016, Montag bis Freitag, 18.30 Uhr, ORF 2 vorgestellt.

Die gute und kreative Seele des Mauracherhofes

"Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau" – Dieses Sprichwort muss für Elisabeth Eder, die Bio-Landwirtin, die neben Hof und Großfamilie auch noch für die Produktion in der Bio-Hofbäckerei Mauracher mitverantwortlich ist, umgeschrieben werden. "Im wahrsten Sinn ist Sissy die gute und intuitive Seele unseres Hofes, ohne die unsere erfolgreiche Entwicklung nicht möglich gewesen wäre", sagt Josef Eder, Ehemann, Geschäftsführer und Mitinhaber der Bio-Hofbäckerei, die beim österreichischen Klimaschutzpreis in der Kategorie Landwirtschaft nominiert ist. Eine Liebeserklärung und Wertschätzung von der andere Frauen nur träumen dürfen …

"Vor 32 Jahren, als ich auf den Mauracherhof im Mühlviertler Sarleinsbach kam, ging es um die Existenz von Hof und Familie", erzählt Elisabeth Eder, die für Produktentwicklung und -kalkulation verantwortlich, sowie Mutter von fünf mittlerweile erwachsenen Kindern, ist.

Um zwei Uhr morgens in der Backstube …

Die Schwiegermutter hat nach alter Tradition Brot gebacken. Elisabeth hat sich nicht nur langsam eingearbeitet, sondern hat den Backbetrieb mit ihrem intuitiven Wissen, guten Ratgebern und Kompetenz zur prämierten Bio-Hofbäckerei entwickelt. "Das Natursauerteigbrot aus reinsortigem Getreide fand regen Zuspruch. Ich bin anfangs um zwei Uhr morgens in der Backstube gestanden und mit dem Brot auf Märkte gefahren. Der Tagesablauf richtete sich nach dem Rhythmus des Sauerteiges", erinnert sich Sissy und meint: "Die 15-köpfige Großfamilie und Haushalt wollten aber auch noch versorgt werden. Wir durchlebten auch schwierige Zeiten und alles war nur machbar, weil Josef und ich immer eine gemeinsame Vision hatten, die Bio-Idee als Pioniere lebten, in der bäuerlichen Gemeinschaft gut vernetzt waren und die ganze Familie anpackte, wo Not am Hof war."

Unter dem Motto "Das Leben im Lebensmittel lassen" wird am Mauracherhof dafür Sorge getragen, dass die Voraussetzungen für das gesunde und natürliche Gedeihen des Getreides gegeben sind. Biologisches Saatgut, Bodenleben, Wasser, Luft und Insektenwelt werden mitbedacht und die naturgegebenen Grenzen eingehalten. Bio steht am Mauracherhof nicht nur für Lebensmittel und Landwirtschaft, sondern auch so weit wie möglich für Baumaßnahmen, Energieversorgung, Recyclingwirtschaft, Transportwesen sowie Arbeitsplätze der heute rund 70 Mitarbeiter. Der Weg vom Bio-Landwirt zum regionalen Umwelt-Vorzeigeprojekt ist immer wieder eine Herausforderung, ein Prozess, den man nur authentisch und innovativ gehen kann, wenn man mit Leib, Kompetenz, offenem Herzen, großem Einsatz und einer Vision dabei ist.

Des Kostens und Entwickelns nicht müde

Elisabeth und Josef haben heute Top-Mitarbeiter in der Backstube und dennoch ist die personifizierte gute Seele allerorts präsent und spürbar. "Ich gehe fast täglich durch die Backstube, koste da und dort und schaue wie es den Mitarbeitern geht. Wir sind ein offener Hof und wenn angemeldete Besuchergruppen kommen, richte ich alles her, damit sich die Gäste wohl fühlen. Außerdem ist es meine Aufgabe gemeinsam mit unseren Mitarbeitern zu kontrollieren, wie es um die Qualität, Backfähigkeit und Geschmack des Biogetreides und der anderen Rohstoffe, bestellt ist", erzählt die zurückhaltende Frau. Neue Produkte, wie aktuell der Dinkel-Mohntraum, gehen auf ihre kreative Ader zurück.

Elisabeth Eder hat viele Qualitäten, doch das Präsentieren und den Platz in der ersten Reihe der Öffentlichkeit, den überlässt sie gerne ihrem Mann Josef. Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eben eine starke Frau ...

Die e5-Marktgemeinde Götzis setzt Maßnahmen in Sachen Energiesparen

Unter dem Motto energie.bewusst.götzis: soll jährlich der Ressourcenverbrauch – unterteilt auf die Bereiche Wärme, Strom, Wasser und Mobilität – auf dem ganzen Gemeindegebiet um je ein Prozent reduziert werden. Was auf den ersten Blick recht unspektakulär scheint, kann in der Masse Großes bewirken.

Da alle Götzner zum Energiesparen und zum effizienten Umgang mit Energie sensibilisiert und zur aktiven Umsetzung motiviert werden sollen, werden die einzelnen Projektideen zielgruppenorientiert abgestimmt und umgesetzt. Der Fokus wurde bewusst auf die gelegt, da sie mit den durch den Klimawandel verbundenen Auswirkungen deutlich stärker in Berührung kommen werden, als deren Eltern oder Großeltern.

Umweltbeauftrage Isabella Schnetzer, M.Sc. hat im Dezember 2015 die Agenden sowie die Projektleitung von energie.bewusst.götzis:, für welche zuvor Michael Stabodin zuständig war, in der Marktgemeinde Götzis übernommen.

Beispielsweise ist im Projekt die Idee eines Malbuches für Groß und Klein entstanden, welches bereits von anderen e5-Gemeinden in Vorarlberg bestellt wurde. Das Maskottchen und Energiesparmaus Frederik zeigt sich darin auf unterschiedlichen Ausmal-Illustrationen vorbildlich beim bewussten Ressourcenverbrauch. Auf jeder Rückseite sind hilfreiche Informationen und Maßnahmen zum Thema Energiesparen für die Erwachsenen.

Andrea Himmelreich vermittelt den rund 300 Kindergartenkinder in Götzis (hier im Waldkindergartens Götzis) Wissenswertes zum Thema Energiesparen und Klimaschutz.
Thema: Klimaschutz