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So lernst du deinen Körper lieben

Nur zwei Promille aller Frauen hat den Körper eines Supermodels. Zum Verzweifeln? Im Gegenteil. Wir verraten dir, wie du deinen Körper lieben lernst.

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Nackte Frau mit kurzen blonden Haaren liegt am Rücken, deckt ihren Busen mit den Händen und lacht in die Kamera.

Warum immer mit dem eigenen Körper hadern?

© Corbis

Warum liegt es in der Natur der Frau, sich für ihren Körper ständig selbst zu geißeln? Die Oberschenkel: fett. Der Busen: hängt. Der Bauch: schwabbelt. Die Beine: zu kurz. Egal, wie viel wir sporteln oder an uns rumschnibbeln lassen –  wir werden nie-nie-niemals restlos mit uns zufrieden sein.

Sich selbst zu lieben, ist ganz schön kompliziert. Und sein Äußeres zu akzeptieren mit der schwierigste Part daran. Immerhin zelebrieren Medien und Werbung das Ideal des ultraschlanken, perfekt trainierten Wunderweibs. Zwar gibt es immer mehr Plus-Size-Models, doch ein generelles Umdenken in Sachen Frauenbild hat bislang nicht stattgefunden.

Wann immer wir uns in den Spiegel blicken müssten wir uns also eigentlich wie Versagerinnen fühlen. Doch wir müssen die Hoffnung nicht komplett aufgeben. Wir können unseren Körper lieben lernen. Weiche Arme, Rettungsringe oder Cellulite – völlig egal. Wir haben nur den einen Körper und unser Leben beginnt nicht erst, wenn wir ihn durch eine Hardcore-Diät malträtiert haben. Verschwenden wir also nicht unsere Zeit und lernen wir, unseren Körper zu lieben . Und so geht's:

1

Denk dich nicht schlecht. Du schaust in den Spiegel – und siehst nur all das Schlechte. Hör' auf damit. Lenk' deine Aufmerksamkeit lieber auf jene Sachen, die du an dir schön findest. Dein Haar, deine Augen, die Grübchen oder deine schönen Hände. Vor allem aber hör' auch, dich selbst schlecht zu reden. Wenn jemand deinen neuen Rock lobt, dann sag' nicht automatisch, dass du eigentlich zu dicke Waden dafür hast. Wenn du ein Magazin liest, das sich über die Cellulite eines Stars lustig macht, dann verfall' nicht innerlich, weil deine Dellen wesentlich schlimmer sind. Mach' dir bewusst, was diese Gedanken in dir auslösen! Sie hindern dich daran, dich wohl und liebenswert in deiner Haut zu fühlen.

2

Vergiss den Fitness-Terror. Du gehst nicht ins Fitnessstudio, um dünner und dünner zu werden. Sondern gesünder. Deine Haltung, deine Ausdauer – all das bessert sich durch Sport. Gut so. Die meisten Menschen aber setzen "Fitness" und "Gesundheit" mit "Schlanksein" gleich. Tritt' nicht in diese Falle. Es gibt dünne Menschen, die nonstop Fast Food in sich hineinschaufeln. Und mollige Menschen, die einen Marathon laufen. Beide Gruppen sind großartig – nur fürs Tonband. Wenn du dein Ziel anders formulierst (nämlich etwa: "Ich will hinter der Straßenbahn herlaufen, ohne zu hecheln!"), dann motivierst du dich positiver.

3

Tolerier keine negativen Aussagen. Das betrifft Freunde, Familie, Kollegen: Lass' nicht zu, dass dich flapsige Sprüche oder Kritik an deinem Körper niedermachen. "Vielleicht solltest du aufs Dessert verzichten" oder "Als ich damals so viel gewogen habe wie du....": Schieb diesen Aussagen einen Riegel vor. Sag' den Menschen, dass dich solche Aussagen traurig machen oder dazu beitragen, dass du dich unwohl fühlst. Vielen ist das – so absurd es klingt – gar nicht so bewusst. Denn viele äußern Kritik dann, wenn sie selbst unsicher sind und sich dadurch erhöhen wollen.

4

Umgib dich mit positiven Menschen. Das heißt nicht, dass du deine Freunde komplett wechseln sollst, um Gottes Willen. Aber wenn manche deiner Freunde ein positives Körpergefühl haben und sich selbst lieben, dann umgib dich verstärkt mit ihnen. Es kann aber auch schon helfen, wenn du Blogs liest, in denen Frauen mit rundlicherem Körper verschiedene Styles probieren und ihre vermeintlichen "Makel" zelebrieren. Wenn sich Beth Ditto in einem Bikini wohl fühlt, dann kannst du es auch!

5

Verzweifel nicht. Das ist das Schwierigste. An manchen Tagen fühlen wir uns supersüß und wohl in unserer Haut – und eine Woche später wie der hässlichste Grottenolm, der jemals auf diesem Planeten herumgekrebst ist (diese blöden Hormone tragen ihren Teil dazu bei). Mach' dir dann bewusst, dass fast jeder Mensch mit sich hadert. Die Freundin, die so lange Beine hat, hätte lieber deinen großen Busen. Deine Kollegin wünscht sich, sie könnte so leicht ein Paar Jeans finden wie du. Realisiere, dass die Menschen, die dir immer wieder sagen, wie schön du bist, definitiv keine Lügner sind.

6

Sprechen wir nicht von "echten Frauen". "Echte Frauen haben Kurven!" ist ein beliebter Slogan. Leider auch ein völlig idiotischer. Denn auch wenn das Gros der weiblichen Bevölkerung nicht Size-Zero trägt: Dünne Frauen sind nicht weniger "echt". Nur um das mal festzuhalten.