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So lernst du deinen Körper zu lieben

Nur zwei Promille aller Frauen haben den Körper eines Supermodels. Zum Verzweifeln? Im Gegenteil. Wir verraten dir, wie du deinen Körper lieben lernst.

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So lernst du deinen Körper zu lieben
© iStockphoto.com

Woran liegt es, dass wir Frauen uns ständig für unseren eigenen Körper schämen oder uns über ihn beschweren? Die Oberschenkel: fett. Der Busen: hängt. Der Bauch: schwabbelt. Die Beine: zu kurz. Egal, wie viel wir sporteln oder an uns rumcremen –  wir werden nie-nie-niemals restlos mit uns zufrieden sein. Warum eigentlich?

Wir haben verlernt unseren Körper zu schätzen

Sich selbst zu lieben, ist ganz schön kompliziert. Und sein Äußeres zu akzeptieren ist scheins der schwierigste Part daran. Immerhin zelebrieren Medien und Werbung seit Jahrzehnten das Ideal des ultraschlanken, perfekt trainierten Models. Zwar gibt es mittlerweile immer mehr Plus-Size-Alternativen, doch ein tatsächliches Umdenken in Sachen Körperbild hat bislang leider nicht stattgefunden.

Aber so lernen wir unseren Körper wieder zu lieben

Wann immer wir in den Spiegel blicken, müssten wir uns also eigentlich wie Versagerinnen fühlen? Aber wirklich nicht! Stattdessen wollen wir lieber unseren Körper (wieder) lieben lernen. Weiche Arme, Rettungsringe oder Cellulite – völlig egal. Weil völlig normal! Wir haben nur den einen Körper und unser Leben beginnt nicht erst, wenn wir ihn durch eine Hardcore-Diät malträtiert haben. Verschwenden wir also nicht unsere Zeit und lernen wir uns im Gesamten zu lieben. Und so geht's:

1

Denk dich nicht schlecht. Du schaust in den Spiegel – und siehst nur all das Schlechte. Hör auf damit. Lenk deine Aufmerksamkeit lieber auf jene Sachen, die du an dir schön findest. Dein Haar, deine Augen, die Grübchen oder deine schönen Hände. Vor allem aber hör auf, dich selbst schlecht zu reden. Wenn jemand deinen neuen Rock lobt, dann sag nicht automatisch, dass du eigentlich zu dicke Waden dafür hast. Wenn du ein Magazin liest, das sich über die Cellulite eines Stars lustig macht, dann verfall nicht innerlich, weil du an deine eigenen Dellen denkst. Mach dir lieber bewusst, dass "sogar" Stars diese haben und dass diese etwas gänzlich Natürliches und Normales sind. Mach dir bewusst, was schlechte Gedanken in dir auslösen! Sie hindern dich daran, dich wohl und liebenswert in deiner Haut zu fühlen.

2

Vergiss den Fitness-Terror. Du gehst nicht ins Fitnessstudio, um dünner und dünner zu werden. Sondern gesünder. Deine Haltung, deine Ausdauer – all das bessert sich durch Sport. Gut so. Die meisten Menschen aber setzen "Fitness" und "Gesundheit" mit "Schlanksein" gleich. Tritt nicht in diese Falle. Es gibt dünne Menschen, die nonstop Fast Food in sich hineinschaufeln. Und mollige Menschen, die einen Marathon laufen. Beide Gruppen sind großartig. Wenn du dein Ziel anders formulierst (nämlich etwa: "Ich will hinter der Straßenbahn herlaufen, ohne zu hecheln!"), dann motivierst du dich positiver.

3

Tolerier keine negativen Aussagen. Das betrifft Freundinnen, Familie, Kollegen: Lass nicht zu, dass dich flapsige Sprüche oder Kritik an deinem Körper niedermachen. "Vielleicht solltest du aufs Dessert verzichten" oder "Als ich damals so viel gewogen habe wie du....": Schieb diesen Aussagen einen Riegel vor. Sag den Menschen, dass dich solche Aussagen traurig machen oder dazu beitragen, dass du dich unwohl fühlst. Vielen ist das – so absurd es klingt – gar nicht so bewusst. Denn viele äußern Kritik dann, wenn sie selbst unsicher sind und sich dadurch erhöhen wollen.

4

Umgib dich mit positiven Menschen. Das heißt nicht, dass du deine Freundinnen komplett wechseln sollst, um Gottes Willen. Aber wenn manche ein positives Körpergefühl haben und sich selbst lieben, dann umgib dich verstärkt mit ihnen. Es kann aber auch schon helfen, wenn du Blogs liest, in denen Frauen ihre ja nur vermeintlichen "Makel" zelebrieren. Wenn sich Beth Ditto in einem Bikini wohl fühlt, dann kannst du es auch!

5

Verzweifel nicht. Das ist das Schwierigste. An manchen Tagen fühlen wir uns einfach nur gut und rundum wohl in unserer Haut – und eine Woche später wollen wir am liebsten die Spiegel verhängen (diese blöden Hormone tragen ihren Teil dazu bei). Mach dir dann bewusst, dass fast jeder Mensch mit sich hadert. Die Freundin, die so lange Beine hat, hätte lieber deinen großen Busen. Deine Kollegin wünscht sich, sie könnte so leicht ein Paar Jeans finden wie du. Realisiere, dass die Menschen, die dir immer wieder sagen, wie schön du bist, definitiv keine Lügner sind.

6

Lasst uns auch aufhören von "echten Frauen" zu sprechen. "Echte Frauen haben Kurven!" ist ein beliebter Slogan. Leider auch ein eher idiotischer. Denn auch wenn das Gros der weiblichen Bevölkerung nicht Size-Zero trägt: Dünne Frauen sind nicht weniger "echt". Nur um das mal festzuhalten.