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Ich ändere mein Körperbild!

Selbst wenn ich auf der Stelle aufhöre zu essen – ich werde mich nicht in Gisele Bündchen verwandeln. Acht Punkte, wie ich jetzt mein Körperbild ändere.

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Ich ändere mein Körperbild!

Nein, ich werde niemals ein superdürres Supermodel

© Thinkstock/iStock/Studio-Fi

Heidi Klum lief ein paar Wochen nach der Geburt ihres xten Kindes wieder in Unterwäsche über den Laufsteg. Miranda Kerr hopst frei von Cellulite über den Strand von Miami. Und an Victoria Beckhams zartem Mädchenkörper schlabbert das Size-Zero-Kostümchen selbst nach vier Kindern immer noch wie ein leerer Wäschesack.

Und mein Körper? Hat sich nach der Geburt meiner Tochter letztes Jahr immer noch nicht erholt. Der Bauch ist nach wie vor weich, der Po hat Dellen, der Busen Schwangerschaftsstreifen. Und um die Wahrheit zu sagen: Waschbrett oder Pfirsich war da nie. Eine Gisele Bündchen bin ich nicht, werde ich nie. Das hat die Natur einfach nicht so vorgesehen, egal, wie sehr ich meinen Körper mit Diäten kasteie, meinen Busen mit Wonderbra in die Höhe und meine Beine mit Stilettos in die Länge quetsche.

Also wäre es vielleicht mal an der Zeit, mit meinem Aussehen Frieden zu schließen. Deshalb hier acht Irrglauben, die ich nun ein für alle mal aufgebe. Und von denen ich mir wünschte, dass ich es schon früher getan hätte.

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Gestrichener Irrglaube 1: Wenig essen und darauf hoffen, dass ich mich in Kate Moss verdünnisiere. Nicht nur, dass jedes mühsam von den Lippen abgesparte Kilo binnen kürzester Zeit doppelt wieder auf den Hüften wiegt, sobald ich wieder ein Häppchen zu mir nehme – jede Diät bringt meinen Stoffwechsel für ziemlich lange Zeit durcheinander. Also besser drauf gepfiffen. In Zukunft gönne ich mir die Pizza mit Extra-Käse – und schwimme lieber ein paar Längen mehr, um meinen Körper nicht völlig aus der Form rennen zu lassen.

2

Gestrichener Irrglaube 2: Das kannst du nicht tragen. Von außen festgesetzte Kriterien wie "zu alt" oder "zu dick" gelten für mich in Sachen Outfit ab jetzt nicht mehr. Ich kleide mich, wie ich Lust und Laune habe. Muss ich mich unter einem Zelt verstecken, weil ich nicht wie eine Bohnenstange aussehe? Oder dezente Farben wählen, sobald ich die 40 überschritten habe? Ab jetzt trage ich nur mehr, in was ich mich wohlfühle.

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Gestrichener Irrglaube 3: Jeder kann meine riesigen Poren und Pickel sehen. Es sind diese winzigen Makel, wegen denen wir uns völlig verrückt machen. Die großen Poren auf der Nase. Der Pickel an der Stirn. Sofort geben wir Unsummen für Spezial-Kosmetika aus. Obwohl eigentlich niemand außer uns irgendetwas davon bemerkt. Es sei denn, er hält uns ein Vergrößerungsglas vors Gesicht.

Zufrieden? Warum eigentlich nicht?
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Gestrichener Irrglaube 4: Nur das effektivste Workout ist auch das Beste. Hast du dich auch schon mal für ein grauenhaftes Workout eingeschrieben, bloß weil alle behaupten, dass du dabei die meisten Kalorien verbrennst, den knackigsten Hintern und die dellenfreisten Beine bekommst? Und hast du dich dann auch nach fünf Sessions wieder abgemeldet bzw. weiter gezahlt, nur um ein halbes Restjahr nicht mehr hinzugehen? Such' dir lieber ein Training, das dir so viel Spaß macht, dass du dran bleibst. Auch wenn die Effekte nicht so mega-flott sichtbar sind.

5

Gestrichener Irrglaube 5: Er liebt mich nur, wenn ich super-schlank bin. Wenn dich ein Kerl wirklich liebt, dann genau so, wie du bist und weil du bist. Und nicht wegen deiner zaundürren Beinchen. Außerdem, um das Bild einmal zurechtzurücken: Die wenigsten Männer mögen Hungerhaken. Sondern sportliche Frauen mit den richtigen Kurven. Vor allem aber: Wenn du an deinem Körper etwas verändern möchtest, dann tu' es für dich selbst. Nicht für einen Mann.

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Gestrichener Irrglaube 6: Stars sind perfekt. Natürlich weißt du es – aber trotzdem sei es erwähnt: Bloß weil Gwyneth Paltrow auf dem Cover der Vogue eine aus Bio-Gras gewebte Tunika im Wert von 7.000,- Euro trägt, bedeutet das nicht, dass der Glow in ihrem faltenfreien Gesicht nicht per Photoshop aufgetragen wurde. Auch die Bikini-Selfies, also "Schnappschüsse", von Models wie Miranda Kerr und Co. wurden mit Hilfe von Filter-Apps perfekt frisiert. Warum also versuchen wir, einem Schummelbild nahezukommen? Kann ja nur frustrieren.

7

Gestrichener Irrglaube 7: Alle Anderen sind perfekt. Sogar deine Freundin mit dem scheinbar perfektem Körper hasst irgendetwas an sich. So sind wir Frauen nun mal. Es bringt uns auch keinen Zentimeter weiter, wenn wir neiderfüllt auf die dellenfreien Oberschenkel der Nachbarin oder den straffen Busen der Kollegin starren. Deshalb werden die meinigen nicht glatter oder widersetzt sich auf einmal mein Dekolletè der Schwerkraft.

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Gestrichener Irrglaube 8: Bräune lässt mich dünner wirken. Mag schon sein, dass die Cellulite dadurch weniger augenscheinlich ist und ich zwei Monate lang sportlicher und eventuell eine Nuance dünner aussehe. Der Dank in ein paar Jahren? Faltige Haut und im schlimmsten Falle Hautkrebs. Kein lohnenswerter Einsatz für saisonale #Awesomeness.