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Zusatzstoffe in Kosmetik: So wirkt sich die Körperpflege der Mütter auf die Töchter aus

Eine Langzeitstudie zeigt einen Zusammenhang zwischen Zusatzstoffen in Körperpflege-Produkten der Mütter und der vorzeitig einsetzenden Pubertät ihrer Töchter.

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Körperpflege Duschgel hormonelle Wirkstoffe
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Triclosan, Parabene, Propylparaben, Monoethylphthalat: Viel zu selten befassen wir uns näher mit den Inhaltsstoffen eines Duschgels, einer Bodylotion oder anderen Kosmetik- und Körperpflegeprodukten. Dabei haben sie drastische Auswirkungen auf unseren Körper und – wie Untersuchungen ergaben – auch auf unsere Kinder. Vor allem bei Mädchen setzt seit Jahrzehnten die Pubertät immer früher ein. Wie der ORF berichtet, wurde der Zusammenhang zwischen den Zusatzstoffen Diethylphthalat sowie Triclosan und das frühe Einsetzen der Pubertät in einer Studie bestätigt. Eine früher einsetzende Pubertät kann nicht nur die Anfälligkeit für psychische Probleme erhöhen, sondern auch das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs.

Hormonelle Wirkstoffe in Duschgel & Co.

Die Langzeitstudie startete im Jahr 1999 und befasste sich mit den Folgen von Schädlingsbekämpfungsmitteln und die Langzeitwirkung von Phthalaten, Parabenen und Phenolen, die im Verdacht stehen, die Hormone zu beeinflussen. Mit Hilfe einer Urinprobe der schwangeren Frauen fand man heraus, dass sich die Zusatzstoffe auf die Töchter auswirkten. Die Mädchen bekamen früher Schamhaare und auch die Menstruation setzte früher ein. Vor allem die Stoffe Propylparaben und Methylparaben standen im Zusammenhang mit einer vorzeitigen Pubertät. An Mäusen und Ratten wurde die Wirkung dieser Substanzen bereits getestet – allerdings häufig im Zusammenspiel. Die Auswirkung einzelner Stoffe auf den menschlichen Organismus wurde erst mit dieser Studie bestätigt.

Warum werden diese Zusatzstoffe in Kosmetika verwendet?

Triclosan und Parabene werden als Konservierungsmittel eingesetzt. Andere dienen wiederum als Duftstoffe. Wer seine Körperpflegeprodukte nun genauer unter die Lupe nehmen will: Hier haben wir über Codecheck berichtet – eine App, mit deren Hilfe ihr nur durch das Scannen des Strichcodes, auf schädliche Inhaltsstoffe eines Produktes hingewiesen wird.

Einkommensschwache Frauen vermehrt betroffen

Aus der Untersuchung ging hervor, dass besonders Mütter aus einkommensschwachen Bevölkerungsschichten Körperpflegeprodukte mit schädlichen Zusatzstoffen verwendeten. Qualitativ hochwertige Produkte und Kosmetika kosten naturgemäß einfach mehr. Auch Naturkosmetik ist oft etwas teurer. Am besten die Inhaltsstoffe kritisch begutachten und bei Produkten bleiben, deren Inhaltsstoffe sicher sind.

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