Ressort
Du befindest dich hier:

Powerfrucht Kokosnuss

Die tropische Frucht ist beliebter denn je – zu Recht! Denn sie bereichert nicht nur die Küche, sondern verwöhnt auch Gesicht und Körper. WOMAN verrät, was die Nuss kann.

von

Powerfrucht Kokosnuss
© g-miner/iStock/Thinkstock

Manchmal lacht uns die exotische Frucht im Supermarkt besonders an. Dann zögern wir kurz, aber nur selten landet sie tatsächlich im Einkaufswagen. Was soll man schließlich mit einer Kokosnuss anfangen? Und wie macht man die überhaupt auf, ohne die Küche völlig zu verwüsten? Abgesehen davon, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, an den essbaren Teil ranzukommen (einfach mit dem Messerrücken den "Äquator" entlang klopfen, bis die Frucht entzweibricht), ist es auch nicht immer notwendig, die ganze Nuss zu kaufen. Der appetitliche Exot wird mittlerweile in vielerlei Form angeboten. Nicht nur kulinarisch ist die Kokosnuss interessant, auch in den Bereichen Beauty und Wellness hat sie viel zu bieten. Wir verraten, was man mit der Powerfrucht alles anstellen kann.

Nährstoffbombe.

Die Kokosnuss, die übrigens gar keine echte Nuss, sondern streng genommen eine Steinfrucht ist, enthält (fast) alles, was man zum Leben braucht. Theoretisch könnten wir uns wochenlang ausschließlich von Kokosnüssen ernähren, ohne dass dem Körper etwas fehlte. Kein Wunder, die Frucht strotzt nur so von wertvollen Nährstoffen: Sowohl im Fleisch als auch im Wasser sind Ballaststoffe enthalten, die sich positiv auf die Verdauung auswirken. Zudem binden sie Gallensäure, dadurch sinkt der Cholesterinspiegel. Die Powerfrucht liefert auch jede Menge Mineralstoffe: Kupfer verbessert die Gehirnfunktion, Magnesium unterstützt den Stoffwechsel und hilft, Muskeln mit Energie zu versorgen. Calcium schützt vor Osteoporose und stabilisiert die Zellwände, Kalium ist notwendig für die Funktionstüchtigkeit der Nerven, Muskeln sowie Zellen und stabilisiert den Flüssigkeitshaushalt im Körper. Eisen wird zur Blutbildung benötigt, Zink fördert die Wundheilung, das Anitoxidans Selen unterstützt das Immunsystem.

Gutes Grünzeug.

In heimischen Supermärkten gibt es nur die ausgereifte Kokosnuss mit der typisch braunen, hölzernen Schale zu kaufen. Sie enthält nur wenig Flüssigkeit, dafür aber herrlich erfrischendes Fruchtfleisch. Immer mehr Aufmerksamkeit bekommt auch das Wasser aus der jungen Kokosnuss: Sie ist grün, die Schale ist noch weich – und sie enthält bis zu 450 ml wertvollen Kokoswassers. Das wird abgefüllt und erfreut sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Den Trend gesetzt haben Superstars wie Drew Barrymore oder Anne Hathaway. Mittlerweile ist das Getränk auch hierzulande heiß begehrt. Das Kokoswasser hat tatsächlich einiges zu bieten: durch seinen hohen Elektrolyt- und Mineralstoffgehalt ist es der perfekte isotonische Drink für Sportler.

Küchenwunder.

Kaum eine Frucht ist kulinarisch so vielseitig wie die Kokosnuss. Das Wasser ist ein erfrischendes Getränk, das Fruchtfleisch ein herrlicher Snack. Die Kokosmilch wird aus dem frischen Fleisch der reifen Frucht gewonnen, gemahlen und gepresst und eignet sich hervorragend zum Kochen asiatischer Speisen, aber auch als Milchersatz in Pudding, Cremes oder Gebäck. Das getrocknete Fleisch der Frucht wird in geriebener Form als Mehl angeboten. In der Low-Carb-Küche wird es häufig zum Backen von Kuchen oder Keksen verwendet. Denn es enthält weniger Kohlenhydrate und mehr wertvolle Ballaststoffe als normales Mehl. Kokosöl wird aus getrocknetem Kokosfleisch gepresst. Dabei ist die Qualität ausschlaggebend: Wie beim Olivenöl muss man darauf achten, um welche Pressung es sich handelt. Bei billigen Ölen wird das Fleisch zum Pressen oft stark erhitzt, ein Großteil der Nährstoffe geht dadurch verloren. Die geschützte Angabe "Virgin Coconut Oil" garantiert, dass für die Herstellung nur frische, reife Früchte verwendet werden, die bei der Pressung weder erhitzt noch sonst in irgendeiner Weise verändert werden. Kokosblütenzucker ist noch ein Geheimtipp: Das aus dem Blütenstand der Kokospalme gewonnene Süßungsmittel enthält viele Mineralstoffe und hat einen leicht karamelligen Geschmack.

Körperpflege.

In der Kosmetik macht man sich die Kokosnuss schon lange zunutze. Vor allem das Öl ist Bestandteil vieler Cremes, Shampoos und Seifen. Es ist die darin enthaltene Laurinsäure, die die tropische Frucht so besonders macht. Denn sie ist gut verträglich, spendet der Haut Feuchtigkeit und hat einen leicht kühlenden Effekt. Außerdem wirkt sie antibakteriell und schützt die Haut somit vor äußeren Einflüssen. Die ebenso im Öl enthaltene Caprylsäure unterstützt den Körper bei der Abwehr von Pilzinfektionen. Vor allem im Kampf gegen den Darmpilz Candida wird der regelmäßige Verzehr des cremigen Fetts empfohlen. Auch bei kleinen Schrunden und bereits geschlossenen Wunden kann es aufgetragen werden, denn es beschleunigt die Heilung. Eine amerikanische Studie aus dem vergangenen Jahr legt sogar nahe, dass Kokosöl sich auch positiv auf die Haut von Neurodermitis-Patienten auswirkt.