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Beauty-Wundermittel Kollagen: mit veganen Alternativen zu weniger Falten

Ab dem Alter von 25 Jahren wird die körpereigene Kollagen-Bildung abgebaut. Die Folge: Wir altern. Dem versuchen viele mit Kollagen-Ergänzungsmitteln entgegenzuwirken. Aber: Diese sind nie vegetarisch oder vegan!

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Beauty-Wundermittel Kollagen: mit veganen Alternativen zu weniger Falten
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Straffes Bindegewebe, gesunde Nägel, kräftiges Haar – der Traum vieler Frauen. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach einem Wundermittel wächst, das strahlende Schönheit verspricht. So gilt beispielsweise das Protein Kollagen inzwischen als Anti-Aging-Wirkstoff Nummer Eins. Doch viele wissen gar nicht, wie es hergestellt wird und dass es immer tierischen Ursprungs ist. Spätestens jetzt gehen bei vegetarisch oder vegan lebenden Menschen die Alarmglocken an. Woraus Kollagen genau besteht und welche veganen Alternativen es gibt, verrät Dr. Martin Bertz, Experte für Gesundheit und Ernährung, von Vegavero.

Kollagen als inneres Gerüst von Knochen, Sehnen, Bändern und Haut

Im Grunde ist Kollagen nichts anderes als ein Eiweiß, das in fast jedem Organismus vorkommt. Innerhalb des menschlichen Körpers ist es das am meisten vorhandene Protein. Es bündelt sich zu Fasern, die enorm stabil und kaum dehnbar sind und somit das innere Fundament bilden. Diese Fasern sind sowohl in unserem Stützgewebe wie auch zwischen den Gelenken aufzufinden. Die schlechte Nachricht hierbei: Die körpereigene Kollagen-Bildung nimmt bereits im Alter von etwa 25 Jahren ab, womit automatisch der natürliche Hautalterungsprozess einsetzt.

Denn Kollagen ist für die Festigkeit der Haut verantwortlich und je älter man wird, desto mehr lässt die Struktur nach. Dadurch wird das Hautbild schlaffer, das Bindegewebe durchlässiger und Falten haben freie Bahn.

Bewusst und gesund die Kollagenproduktion ankurbeln

Kein Wunder also, dass viele Frauen hier schnell zu Beauty-Wundermitteln greifen. Denn die gute Nachricht ist, dass auch wenn sich der äußere Alterungsprozess nicht vollkommen aufhalten lässt, dieser oftmals etwas verzögert werden kann. So ist die Kollagenproduktion auch mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln anzukurbeln. Wobei das Eiweiß hierbei in der Regel vom Rind oder Schwein stammt – genauer gesagt aus deren Schlachtabfällen. Die Einnahme von den Kollagen-Ergänzungsmitteln, sei es in Kapselform, als Shake oder als Creme verspricht der Haut, wie
Studien aufzeigen konnten, sichtbar straffer und elastischer zu werden. Wer von dem tierischen Ursprung abgeschreckt ist, der kann zuerst beim eigenen Lebensstil ansetzen. So gilt es beispielsweise die UV-Strahlung auf die Haut zu reduzieren und auch den Konsum von Alkohol, Zigaretten und ähnlichen Sünden in Maßen zu halten.

Mit Vitaminen den Hautalterungsprozess steuern

Auch wenn es kein veganes Kollagen im klassischen Sinne gibt, können pflanzliche Anti-Aging-Varianten eine gute Alternative zu den tierischen Produkten sein. Ein Blick hinter die biologischen Kulissen der körpereigenen Kollagenproduktion verrät, dass neben den Fibroblasten, den Zellen, die für die Kollagenproduktion zuständig sind, vor allem zwei weitere Bausteine benötigt werden: Aminosäuren und Vitamin C. Durch deren Konsum kann ein ähnlich hautstraffender Effekt entstehen. Zwar stellt der Körper selbst kein Vitamin C her, doch es kann über die Nahrung ergänzend aufgenommen werden.

Perfekt hierfür: viel Obst und Gemüse. Auch bestimmte Aminosäuren wie Lysin, ein entscheidender Baustein für die Kollagenproduktion, werden vom Körper im Zuge einer vollwertigen Ernährung aufgenommen. Doch selbst in Lebensphasen, in denen ein gesunder Snack mal zu kurz kommt oder schlichtweg untergeht, heißt es den Kopf nicht hängen lassen – denn die Haut kann auch von Vitaminen und Aminosäurekomplexen, die die eigene Kollagenproduktion im Körper anregen, profitieren.

Tierfreundinnen und -freunde müssen also nicht unbedingt auf die klassischen Kollagenpräparate setzen, um die Haut zum Strahlen zu bringen. Eine ausgewogene Ernährung und mehr Achtsamkeit im Alltag können ebenso zu einem jugendlichen Aussehen verhelfen. Wer zudem noch mit Vitaminen, Aminosäuren und Pflanzenextrakten unterstützt, muss sich vor keiner Falte mehr fürchten.