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Hasch-Süßigkeiten kaufen? Doch nicht in Österreich!

CBD-haltige Nahrungsmittel auf dem heimischen Markt? Nicht mit Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein! Sie will den Verkauf von CBD beschränken.

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hashbrownies
© istockphoto.com/settaphan

Irgendwie kann man es nicht glauben, doch in der Wiener Traditionskonditorei Aida gibt es seit Ende des Sommers Hasch-Süßigkeiten zu kaufen. Natürlich machen diese nicht high, denn sie sind mit CBD versetzt. CBD oder Cannabidiol ist eine chemische Verbindung der Cannabis-Pflanze. Sie ist nicht psychoaktiv, macht also nicht high. Wirkt aber angstlösend, beruhigend und schmerzlindernd. Doch obwohl CBD eigentlich einen recht guten Ruf genießt, soll der Verkauf am heimischen Markt nun eingeschränkt werden.

FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein sprach sich in einer Presseaussendung gegen den Verkauf von CBD und CBD-haltigen Lebensmitteln aus. Letztere würden unter des "Novel Food" Gesetz der EU fallen. Das bedeutet, dass sie vor dem Verkauf in Österreich von der EU überprüft werden müssen, da sie als "neuartige Lebensmittel" gelten.

Im Falle der "Hasch-Brownies" von Aida wird zurzeit geprüft, ob das Gebäck weiterhin verkauft werden darf. Laut der Presse, haben die Aida-Brownies nur einen Gehalt von 0,2 Prozent CBD. Dies würde eigentlich unter die Grenze der Ministerin fallen, die sie bei 0,3 Prozent angesetzt hatte. Trotzdem gäbe es noch keine Antwort von der Regierung, so Aida gegenüber der Presse.

Die Konditorei zeigt sich aber kämpferisch: In einem aktuellen Instagram-Posting ist das Bild eines Gratiszeitungs-Artikels abgebildet und dabei steht: "Wir machen weiter!"

Doch nicht nur Nahrungsmittel sind vom angehenden Verbot betroffen, sondern auch Kosmetika. Für Raucherzeugnisse gilt zwar eine Melde- und Kennzeichnungspflicht, doch dürfen diese weiterhin verkauft werden. Außerdem wird nicht gerade subtil versucht, das Geschäft der Grow- und Headshops zu beeinflussen. Diese haben ihre Sortimente in den letzten Jahren nämlich vermehrt auf CBD-haltige Öle oder andere Präparate umgestellt. Solche sollen nunmehr aber nur noch in der Apptheke verkauft werden dürfen.

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