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Kondom für Oralsex

Mit der Aussage, Oralsex sei die Ursache für seinen Krebs, sorgte Michael Douglas für Aufsehen. Eine US-Firma entwickelt nun das erste "Blowjob"-Kondom.


Bunte Kondome
© Thinkstock

"Humane Papillomaviren" (HPV) hätten seinen Tumor im Mund verursacht, erzählte Michael Douglas dem britischen The Guardian . Übertragen worden seien sie beim Oralsex.

Tatsächlich können 14 von 100 derzeit bekannten HPV-Stämmen Krebs erregen. Bis zu 400 Frauen in Österreich erkranken jährlich an invasivem Gebärmutterkrebs – 90% davon verursacht durch HPV.

Bei Männern entstehen bösartige Tumoren durch HPV wesentlich seltener. Die möglichen Folgen: Ein Peniskarzinom oder ein Analkarzinom. Wer Oralverkehr mit einem infizierten Partner hat, bei dem können sich die Viren auch im Mundraum ansiedeln und zu Mund- oder Rachenkrebs führen.

Einen wirklich 100%igen Schutz gibt es leider nicht. Vor allem beim Oralverkehr wird in den seltensten Fällen ein risikoverminderndes Kondom benutzt.

"Das liegt daran, dass das für Kondome verwendete Latex einen furchtbar unangenehmen Geruch und Geschmack hat," so Danny Resnic von der US-Firma Origami Condoms . Dazu komme die ungünstige Passform eines herkömmlichen Kondoms, das beim Blowjob häufig verrutscht.

Die Forschungsabteilung von Origami Condoms arbeitet deshalb an der Entwicklung des ersten Kondoms speziell für den Oralverkehr. Dieses wird aus ultradünnem, vor allem aber geschmacks- und geruchsneutralem Silikon hergestellt und in seiner Form anatomisch an die Spezial-Nutzung per Mund angepasst.

Resnic: "Anfang 2014 beginnen wir an der University von Columbia mit den klinischen Tests. Ich gehe davon aus, dass es das erste Kondom für Oralsex dann mit Beginn 2015 zu kaufen gibt." Unterstützt wird das Projekt durch die Stiftung von IT-Millionär Bill Gates.

Thema: Sex & Erotik