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Konflikte am Arbeitsplatz: Die gravierenden Folgen & was man tun kann

Streit am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit. Die Folgen sind allerdings gravierend. Was es zur Konflikt-Lösung braucht und was man dagegen tun kann.


Konflikte am Arbeitsplatz: Die gravierenden Folgen & was man tun kann
© iStock

Wo Menschen zusammenleben, da gibt es Streit. Und weil wir den größten Teil unseres Tages in der Arbeit verbringen, kommt es naturgemäß zu mehr Streitigkeiten. Wie Konflikte, ihre Folgen und der Umgang mit ihnen in Österreichs Unternehmen ablaufen, hat nun das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent mit Hilfe einer repräsentativen Studie in Kooperation mit dem Kommunikationstrainer Thomas Douschan näher untersucht.

Wie häufig stehen Konflikte am Arbeitsplatz auf der Tagesordnung?

"Spannungen am Arbeitsplatz sind ein durchaus ernstzunehmendes Thema. Ein Drittel der heimischen ArbeitnehmerInnen erlebt dies zumindest wöchentlich, unter den 18- bis 39-Jährigen sind es sogar 4 von 10", beschreibt Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent, die Ergebnisse.

Unterschiede bei den Geschlechtern: Während Männer eher mit anderen Teams im Clinch liegen, kommt es bei Frauen öfter in den eigenen Reihen zu Konflikten.

Folgen von Streitigkeiten am Arbeitsplatz

  • 50 Prozent haben in Folge von Konflikten mit Kopfschmerzen zu kämpfen
  • 46 Prozent mit Magenschmerzen
  • 38 Prozent mit hohem Blutdruck
  • 4 von 5 schlafen aufgrund von Auseinandersetzungen schlecht
  • Von 23 Prozent der Befragten wird das eigene Burn-Out-Risiko als eher hoch beschrieben
  • Frauen leiden stärker unter Disharmonien am Arbeitsplatz

Auswirkungen auf die Arbeitshaltung

  • Die Motivation nimmt bei 41 Prozent der Befragten ab
  • 27 Prozent bemerkten bei Konflikten einen Leistungsabfall
  • 17 Prozent können sich schwerer konzentrieren

Konsequenzen: In Konflikt-Fällen hat über die Hälfte schon einmal über einen Abteilungs- oder gar Firmenwechsel zumindest nachgedacht oder diesen Schritt sogar gewagt.

Streit am Arbeitsplatz: Was kann man tun?

Die meisten der Befragten versuchen, Kompromisse zu finden oder suchen das Gespräch. Aber was raten die ExpertInnen? "Konkretes Konfliktmanagement, egal in welcher Form, ist unverzichtbar", betont Kommunikationstrainer Thomas Douschan. Das Problem: Nicht in jedem Unternehmen gibt es konkrete Programme oder Ansprechpersonen für die Lösung dieser Spannungen. In nur 3 von 10 Firmen stehen derartige Angebote zur Verfügung. In kleineren Betrieben agieren oft Führungspersonen als StreitschlichterInnen. In größeren Betrieben liegt die Zuständigkeit bei der Stabstelle Personal sowie externen MediatorInnen oder BeraterInnen. Lässt sich der Konflikt nicht in einem Gespräch mit den betroffenen Personen lösen (hierzu solltet ihr einen Termin vereinbaren, um in Ruhe reden zu können), solltet ihr euch mit einer dafür zuständigen Person in Verbindung setzen. Die Arbeiterkammer hat übrigens 7 Regeln für die richtige Konfliktlösung ausführlich beschrieben – ihr findet sie hier.

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