Ressort
Du befindest dich hier:

Konsumentenschutz: Sexspielzeug oft mit Schadstoffen belastet

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in einem aktuellen Test Sexspielzeug genauer unter die Lupe genommen. Nur zwei Vibratoren und ein Penisring wurden dabei mit "Sehr gut" bewertet.

von

Konsumentenschutz: Sexspielzeug oft mit Schadstoffen belastet
© iStock/Bartek71

Der VKI testet ja allerhand. Dank ihm wissen wir etwa, dass billiger Sekt zu den besten gehört und auf welche Zahnweiß-Zahnpastas wir uns wirklich verlassen können. In ihrem neuesten Test haben sich die Konsumentenschützer eine andere wichtige Produkt-Gruppe vorgenommen: Sexspielzeug. Und nachdem das mit unseren intimsten und auch empfindlichsten Stellen in Berührung kommt, macht es durchaus Sinn, über Beschaffenheit und Verträglichkeit Bescheid zu wissen.

Die problematischen Produkte

Gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest untersuchte der VKI zehn Vibratoren (in der Preisklasse von 13 bis 190 Euro), drei Liebeskugeln (12 bis 39 Euro) und drei Penisringe (8 bis 57 Euro) im Labor. Vier Produkte fielen komplett durch, weil sie problematische Schadstoffe enthielten. Darunter die gelbe "Vibrator-Badeente" von Big Teaze Tpys und die Liebeskugeln von "Joyballs Secret" der Marke Joydivision, denn sie enthalten eine hohe Konzentrationen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Als problematisch erwies sich auch der „Sync Couples Vibrator“ von We-Vibe. Der Ladekontakt dieses Geräts gab so hohe Mengen an Nickel ab, dass es nicht hätte verkauft werden dürfen. Nickel steht ebenfalls im Verdacht, Krebs zu verursachen und kann Allergien auslösen.

Die Testsieger

Die Note „Sehr gut“ vergaben die Verbraucherschützer an die Vibratoren „Ocean Mini Vibrator“ von Fun Factory (38 Euro) und „Space Rider 3000“ von OV-Großhandel You2Toys (25 Euro) sowie an den Penisring „Get Hard 3 Penisringe“ von OV-Großhandel You2Toys (12 Euro). Sieben Produkte wurden als „gut“, zwei als „befriedigend“ eingestuft.

Und wie immer gilt: Der Preis sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. Denn sogar im wohl teuersten Sexspielzeug überhaupt (über das auch wir regelmäßig berichten), dem Womanizer bzw. genauer, dem "W500 Pro" um 190 Euro wurden Schadstoffe gefunden, wenn auch nicht in besorgniserregender Konzentration. Die Testsieger bei den Vibratoren kamen aus dem mittleren Preisbereich, wie auch das mit „Sehr gut“ bewertete Produkt bei den Penisringen.

Thema: Sex & Erotik