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Kopfschmerzen bei Kindern

Kopfschmerzen haben nicht nur die Erwachsenen. Immer häufiger klagen auch die Kleinsten über hämmernde, drückende oder stechende Schmerzen im Kopf. Wir verraten dir, was man hier tun kann!

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Kind mit Kopfschmerzen
© Thinkstock

Viele Kinder leiden unter Kopfschmerzen. Es wird sogar angenommen, dass bereits im Volksschulalter bis zu 20 Prozent der Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen haben. Gewisse Kopfschmerzarten, wie etwa Migräne, bestehen sogar nach Beginn im Kindesalter bei etwa 50 Prozent auch im Erwachsenenalter.

Die Arten des Kopfschmerzes bei Kindern sind ebenso vielschichtig wie bei Erwachsenen. Dennoch ist eine gewisse Tendenz zu erkennen. In den meisten Fällen leiden die Kleinen unter Spannungskopfschmerzen, oder sekundären Kopfschmerzen, die als Begleiterscheinung zu Krankheiten (fieberhaften Infekten, Angina, Grippe, Sonnenstich, etc.) auftreten. Etwa 13 Prozent der Kinder leiden aber bereits in jungen Jahren an migränebedingten Kopfschmerzen.

Typische Auslöser des „normalen Kopfschmerzes“ beim Kind können sein: Wetterwechsel, Stress und Belastungssituationen, Ängste, bestimmte Speisen oder veränderte Schlafgewohnheiten.
Verschiedene Erkrankungen wie Erkältungen, Kopfverletzungen, Gehirnhautentzündungen, Zahnprobleme, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder des Mittelohrs oder Sehfehler können ebenso zu Kopfschmerz führen.

Was kann man im akuten Falle tun?

Bei einer akuten Kopfschmerz-Attacke kann dem Kind mit einem altersgerechten Schmerzmittel weitergeholfen werden. Hier kann man auf Paracetamol oder Ibuprofen, je nach Alter als Zäpfchen, Saft oder Tabletten, zurückgreifen. ASS oder Aspirin sollten Kinder unter 12 Jahren generell nicht nehmen!
Massagen oder spezielle Entspannungsübungen können ebenso dazu beitragen, dass der Kopfschmerz auch ohne Tablette verschwindet, oder zumindest deutlich besser wird.

Was kann man vorbeugend tun?

Am besten versucht man die Ursache für den Kopfschmerz zu finden. Sollte es an Schule, Stress, Leistungsdruck oder Problemen in Schule beziehungsweise Kindergarten liegen, kann man hier schon einiges bewirken. Selbst in der Freizeit kann ein Kind Stress entwickeln, daher ist es wichtig, dass es immer wieder Erholungs- und Rückzugszeit für sich hat, die es frei nach seinem eigenen Willen gestalten kann.

Außerdem sollte man darauf achten, dass das Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Regelmäßige Mahlzeiten halten ebenso den Blutzuckerspiegel in der Höhe und können Kopfschmerzen vorbeugen. Schlafmangel oder –störungen sind ebenso oft Ursache von Kopfschmerzen. Hier sollte man auf regelmäßige und gleichbleibende Schlafzeiten achten.

Bewegung an der frischen Luft ist besonders wichtig und der Computer- oder Fernsehkonsum sollte nur in gewissen, zeitlich limitierten Phasen erlaubt sein.
Zu empfehlen ist gegebenenfalls eine Abklärung mit Augenarzt - oder ärztin, da Sehstörungen oder eine Sehschwäche beim Lesen zu einer verstärkten Anspannung und somit zu eventuellen Kopfschmerzen führen können.