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Koriander: Warum ihn die einen hassen, die anderen lieben

Meine Kollegin liebt Koriander, ich hasse ihn. Aber warum ist das so? Es gibt sogar wissenschaftliche Gründe, warum das Gewürz vergöttert oder verschmäht wird.


Koriander: Warum ihn die einen hassen, die anderen lieben
© istockphoto.com

Erst heute haben wir uns wieder gefragt, als meine Kollegin Mittagessen geholt hat, warum sie Koriander liebt und ich ihn hasse. Für mich schmeckt das Grünzeug wie Seife. Und das kommt nicht von irgendwo. Wissenschaftler fragten 30.000 Menschen, wie das Gewürz für sie schmeckt – und alle, die Koriander mit Seife verglichen (rund 14 Prozent) haben etwas gemeinsam.

Die Gemeinsamkeit: das Gen, das für die Wahrnehmung des Geruchs von Aldehyd-Chemikalien zuständig ist. Kurzum: Die Testpersonen, die Koriander eklig fanden, besitzen Ähnlichkeiten in einem Geruchsrezeptoren-Cluster, das auch für die Erkennung des Seifengeruchs zuständig ist. Zur Aufklärung: Es gibt mehrere Aldehyde, die für den Geschmack von Koriander verantwortlich sind und diese chemischen Verbindungen sind eben auch ein Nebenprodukt bei der Seifenherstellung.

Es gibt aber trotzdem ein ABER, denn es gibt noch weitere Gene, die eine Rolle beim Geschmacksempfinden spielen – somit gibt es auch Korianderhasser, die das Gen nicht haben. Also heißt's dann irgendwie doch: Probieren geht über studieren.

Thema: Life-Hacks

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