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(K)ein Krampf mit den Adern

Krampfadern: Die hässlich geschwollenen Adern sind mehr als ein lästiger Schönheitsfehler. Wie man der Venenschwäche effektiv vorbeugt und was hilft.

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(K)ein Krampf mit den Adern

Traumhaft schöne Beine – frei von Krampfadern

© Corbis

Krampfadern zählen mit zu den häufigsten Krankheitsbildern. Jeder zweite Europäer, so eine Schätzung, leidet an den unter der Haut hervortretenden, geschlängelten Blutgefäßen, die sich vorwiegend am Unterschenkel zeigen. Wir verraten, was gegen die Venenschwäche hilft.

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Was sind Krampfadern und wie entstehen sie? Krampfadern sind erweiterte Venen mit defekten Venenklappen. Die Adern sind gestaut, angeschwollen und treten hässlich hervor. Die Ursache ist eine erblich bedingte Venenschwäche und wird durch Bewegungsmangel und zu langes Sitzen oder Stehen verstärkt. Ohne Sport ist die Muskelpumpe schlaff, das Venenblut staut sich.

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Sind Krampfadern gefährlich? Häufig werden Krampfadern lediglich als lästiger Schönheitsfehler gesehen, allerdings können Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium zu Wasseransammlung in den Beinen (Ödemen), zu wandernden Blutgerinnseln mit der Gefahr einer Lungenembolie sowie zur Bildung von Beingeschwüren führen. Da die Krampfadern nur direkt unter der Haut sichtbar sind, wird erst mit dem Ultraschall-Check das wahre Ausmaß sichtbar. Meist sind unter dem sichtbaren Teil schon Sammel- oder Verbindungsvenen erkrankt.

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Welche Methoden zur Krampfader-Entfernung gibt es? Das Beste an Krampfadern ist, dass man sie heutzutage zuverlässig los werden kann! Durch Vorsorge kann man sie möglichst früh erkennen und dann mit schonenden, eleganten Therapien behandeln lassen. Die moderne Venentherapie setzt auf die innere Behandlung mittels Kathetertechnik : Krampfadern können mit Thermoverfahren wie Laser, Radiowelle und Dampf verschlossen werden. Das heißt: Keine Operation, kein Krankenhaus, keine Narkose, keine Schnitte und Narben. Relativ neu ist in Österreich die Sapheon-Venaseal-Methode . Dabei wird in die Vene ein spezieller Kleber, ähnlich einem Sekundenkleber gespritzt. Ein sofortiger Verschluss ist das Ergebnis, der Druck wird weniger, und die Vene glättet sich. Damit ist der eigentliche Eingriff auch schon vorbei. Nach der Behandlung ist man sofort wieder fit. Wichtig ist auch die Nachsorge (Jahrescheck!). Dadurch erlangt man garantiert Krampfader-freie Sommer-Beine!

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Was kostet die Krampfadern-Entfernung? Ab 450 Euro bis 1650 Euro, je nach Ausgangsbefund. Die Krankenkassen übernehmen leider oft nur die veraltete Entfernungs-Methode, das sogenannte Stripping . Dieses fiese Ziehen einer Krampfader bedeutet Narben, Schnite, Narkose. Besser Finger weg! Es geht deutlich sanfter.

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Helfen Venenmittel? Die Wirksamkeit von Venenmitteln, die Inhaltsstoffe aus Rosskastanien oder Weinlaub enthalten, ist wissenschaftlich umstritten. Ihnen konnten in Studien bislang keine ausreichende Wirkung nachgewiesen werden.

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Krampfadern vorbeugen – geht das? Gesunde Venen wollen bewegt werden. Bei Krampfadern im frühen Stadium helfen meist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm und das Tragen von Kompressionsverbänden oder Strümpfen, die den Querschnitt der betroffenen Venen verkleinern, die Muskelpumpe verbessern und so den Abtransport des Blutes erleichtern. Achtung auch vor Übergewicht!