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Havanna mit den Locals

Sozialistische Bauten, Salsa und viele, viele Säulen: dieser Mix macht aus Kubas Hauptstadt eine der beeindruckendsten Städte weltweit! Wir haben uns in WOMAN 01/2014 von den Tänzern des Ballett Revolución durch Havanna führen lassen. Hier gibt's Infos zur Show und allgemeine Reisetipps.

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© Video: WOMAN

Die beste Reisezeit, weil warm und trocken, dauert von November bis April. Am Tag ist es meist heiß, aber am Abend kann es kühl werden, längere Kleidung ist also von Vorteil! Da nach wie vor der Kommunismus regiert, sieht es mit Luxus-Gütern etwas mager aus. In den Shops gibt es meist nur ein paar Kleidungsstücke, die für unsere Verhältnisse mehrere Saisonen überfällig sind. Trotzdem achten die Kubaner sehr auf ihr Äußeres, weswegen die Bekleidung vieler Backpacker von vielen Kubanern abfällig belächelt wird. Mit einer legeren, nicht zu sportliche Kleidung ist man gut beraten.

Nach wie vor regiert der Kommunismus, unverkennbar am Plaza de la Revolución, wo unsere Reise-Lady Claudia Köhle Fidel Castro Hallo sagt. Um Kuba verstehen zu können, muss man ein wenig zurück in die Geschichte blicken: 1792 von Christof Columbus entdeckt und von den Spaniern kolonialisiert, wurde die Insel Ende des 19. Jahrhunderts nach Unabhängigkeitskämpfen von dem Amerikanern besetzt. Danach erkämpfte sich der Diktator Batista die Führung, ehe er 1959 von den Guerillakämpfern Fidel Castro und Che Guevara ins Exil vertrieben wurde. Bis heute ist der Sozialismus die Regierungsform.

Reise-Lady Claudia Köhle am Plaza de la Revolución.

Anstatt Werbeplakaten hängen also Portäts von Fidel Castro und Che Guevara in der ganzen Stadt. Durch Raoul Castro, Fidels Bruder, haben sich die Regeln aber schon etwas gelockert: Die Kubaner dürfen ausreisen (wobei sich das die wenigsten leisten können) und auch der Eigenerwerb wird gefördert: so können Einheimische ihr eigenes Lokal eröffnen (werden Paladares genannt) oder Zimmer vermieten.

In ganz Kuba, so auch in der der Stadt der Säulen, wie Havanna wegen seiner vielen Säulen auch genannt wird, bezahlt man mit den Pesos Convertibles (CUC), der Touristenwährung. Hiermit kann man teurere Güter erstehen, somit sind die CUC auch bei den Einheimischen beliebt. Den Kubanischen Peso wird von den Einheimischen verwendet. Ein CUC entspricht in etwa einem Euro. Wichtig: In Havanna funktionieren keine Bankomatkarten, nur Kreditkarten. Man sollte also entweder Euros mitnehmen und vor Ort umrechnen lassen oder per Visa & CO (amerikanische Kreditkarten werden nicht akzeptiert) in Banken oder Hotels Geld abheben. Vergessen Sie also nicht, den Code der Karte noch daheim zu erfragen!

Anreise: Condor fliegt fünf Mal die Woche von Wien nach Varadero ab € 299,99 oneway, direkt nach Havanna kommt man von Paris mit Air France täglich ab ca. €550,– oneway.

Transportmittel: Die Oldtimer-Taxis gibt's zu Hauf, zuerst den Preis bestimmen! Tipp: Da Kubaner mit Auto aber dazu verpflichtet sind, Menschen mitzunehmen, kann man auch versuchen, andere Wägen aufzuhalten.

Ausflüge: Trinidad oder Santiago de Kuba erreicht man entweder per Privat-Taxi (zahlt sich aber nur bei mehreren Mitreisenden aus), per Bus (Viazul, etwa 25 CUC oneway) oder Inland-Flug.

Claudia on tour.

Amanda Maitland ist eigentlich Schottin und lebt schon seit Jahren in Havanna. Egal ob Salsa-Kurse, Stadtrundfahrten oder die besten Herbergen: Die Powerfrau ist bestens vernetzt, führt sicher und resolut durch Havanna und organisiert zugeschnittene Aufenthalte! amandamaitland.com

Amanda Maitland.

Sehr touristisch, aber irgendwie Pflicht: In der Bar Floridita hat Ernest Hemingway immer seinen Daiquiry genossen. Bis heute steht der große Schreiber da – und der Cocktail für ihn bereit!

Claudia & Ernest.

Auf einer Oldtimer Route sollte man auch den Parque Lennon besuchen. Hier sitzt der Ex-Beatle tagein tagaus. Der Herr daneben? Das ist Jose, der darauf aufpasst, dass niemand dem Bronze-Star seine Brille klaut!

Lia und Danilo sind die Haupttänzer der Show und haben Reise-Lady Claudia Köhle in ihre Wohnung eingeladen!

Claudia mit Lia & Danilo.

Die Wohnung liegt im nobleren Wohnviertel Miramar und ist mit Andenken von Lias und Danilos Reisen ausgestattet. Neben Danilo und Lia leben hier noch Lias Mutter und Schwester und deren Sohn. Ganz wichtig: die Bilder zum rechts und links von Lia und ihrer Schwester wurden zum Quinceanera aufgenommen: Das ist das Fest, das traditionell zum 15. Geburtstag jedes Mädchens gefeiert wird – darauf sparen viele Familien von Geburt an!

Mittlerweile ist es in Havanna auch möglich, Häuser oder Wohnungen zu kaufen. Da (staatliche tolerierte) Künstler zur oberen Mittelschicht zählen, können sich Lia und Danilo ein Haus an der berühmten Uferstraße Malecón leisten. Die Häuser hier stammen aus der spanischen Kolonialzeit und haben ihre besten Zeiten schon hinter sich. Aber gerade diese alten Gebäude geben der Stadt auch den einzigartigen Charme!

Infos: ballet-revolucion.de

Thema: Reise