Ressort
Du befindest dich hier:

Kündigung, weil ER bei der Geburt seines Sohnes war

Er wollte die Geburt seines Sohnes erleben - und wurde deshalb von seinem Arbeitgeber gekündigt. Warum die Geschichte dennoch ein Happy End hat.


Kündigung, weil ER bei der Geburt seines Sohnes war

Lamar und seine Frau Lindsay mit ihrem Baby. Screenshot: Twitter.com/blckaustin

© twitter.com/blckaustin

Es gibt Momente im Leben, da muss man sich entscheiden. Was ist wirklich wichtig? Und wenn ich später zurückblicke: Welche Entscheidung werde ich mehr bereuen?

Lamar Austin, 30 Jahre alt und aus New Hampshire, stand genau vor so einer Situation. Er befand sich mitten in der 90-tägigen Probezeit seines neuen Jobs bei einer Sicherheitsfirma. 24 Stunden, sieben Tage die Woche Bereitschaft, so der Deal, wenn Lamar am Ende eine fixe Anstellung haben wollte.

Doch dann setzten bei seiner Frau Lindsay die Wehen ein. Am 31. Dezember. Und es sollte eine schwierige Geburt werden. Von Freitagabend bis Sonntag spät in der Nacht.

Was sollte Lamar machen? Den Job riskieren? Oder die Geburt seines Kindes verpassen? Lamar verpasste zwei Tage Bereitschaftsdienst.

Um 1 Uhr früh, nicht einmal eine Stunde nach der Geburt von Lamars viertem Kind, kam die SMS seines Arbeitsgebers. Lamar war seine Arbeit los. Gekündigt, weil ihm die ersten Minuten im Leben seines Sohnes, die Unterstützung seiner Frau während der Geburt wichtiger waren.

„Manchmal verliert man etwas und erhält dafür etwas viel Besseres“, sagt Lamar zur lokalen Zeitung Concord Monitor. "Ich habe das Richtige für meine Familie getan."

Niemand, so Sara Persechino, ehemaliges Mitglied des Gemeinderates, erfuhr von der Kündigung des jungen Vaters. Und startete eine Crowdfunding-Kampagne. "Es kann nicht sein, dass man zwischen seiner Familie und seiner Arbeit wählen muss. Für die Geburt seines Kindes darf wohl auch ein Vater in seiner Probezeit frei nehmen."

Mehr als 7.000,- Dollar kamen durch die Spendenaktion zustande – genug, damit die Familie die erste Zeit überstehen kann. Dazu wurde der eigens eingerichtete Mail-Account mit Job-Angeboten für Lamar geflutet. Demnächst beginnt der 30-Jährige eine Lehrstelle in der Gewerkschaft für Elektriker.

Das kleine Armband, das er im Spital während der Geburt tragen musste, hat er bis heute nicht abgelegt. Lamar zur Huffington Post: "Es ist meine Erinnerung daran, dass die Familie mehr zählt als alles andere. Und dass die richtigen Entscheidungen – vielleicht auch nur über Umwege – immer belohnt werden."

Thema: Eltern

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .