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Mehr als doppelt so viele künstliche Befruchtungen wie vor 8 Jahren

Immer größere Erfolge in der Fertilitätsmedizin: 2018 gab es 3.080 Schwangerschaften durch künstliche Befruchtung. Und fast doppelt so viele Versuche wie noch vor 8 Jahren.

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Mehr als doppelt so viele künstliche Befruchtungen wie vor 8 Jahren
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Hormonelle Unregelmäßigkeiten, Entzündungen, verklebte Eileiter oder auch schlechte Spermienqualität – Gründe für den unerfüllten Kinderwunsch gibt es viele. Häufig wächst mit zunehmenden Fehlversuchen auch die Frustration der Paare, die sich sehnlichst ein Kind wünschen. Doch es gibt gute Nachrichten: Die Fertilitätsmedizin hat große Erfolge zu verbuchen. Beispielsweise wurden im letzten Jahr in Österreich knapp 11.000 IVF (In Vitro Fertilisation)-Versuche durchgeführt. Das sind um 60 Prozent mehr als vor acht Jahren. Dementsprechend steigen auch die Schwangerschaften: Davon waren nämlich rund ein Drittel erfolgreich. Somit kamen 3.080 Schwangerschaften zustande.

Finanzielle Unterstützung durch IVF-Fonds

Die knapp 11.000 Versuche, die in den österreichischen Kinderwunschzentren durchgeführt wurden, wurden von 7.088 Paaren unternommen. Sie nahmen die finanzielle Unterstützung des IVF-Fonds in Anspruch. Bei entsprechenden Voraussetzungen werden 70 Prozent der Behandlungs- und Medikamentenkosten vom IVF-Fonds (finanziert von Bundesministerium und Krankenkassen) gezahlt. Der Selbstbehalt beläuft sich ungefähr auf 850 Euro pro Versuch. "Seit der Gründung des IVF-Fonds vor 19 Jahren unterziehen sich immer mehr Paare einer IVF-Behandlung und die Zahl der daraus resultierenden Geburten nimmt ebenfalls zu", so Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Obruca & Strohmer. Wien verzeichnete mit 3.591 die meisten IVF-Versuche im Jahr 2018.

Zwillingsrate sinkt weiterhin

Ein bedeutsames Ziel des Kinderwunschzentrums und des IVF-Fonds ist die weitere Reduktion der Zwillingsrate. Der aktuelle Bericht bestätigt einen seit Jahren Trend: Die Zwillingsrate konnte seit 2015 um weitere 3 Prozent reduziert werden. Somit ist nur mehr knapp jede vierzehnte Schwangerschaft eine Zwillingsschwangerschaft.

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