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Video: WOMAN war #KüssenImPrückel

Bei der Protestaktion #KüssenImPrückel heute Abend in Wien versammelten sich hunderte Menschen. WOMAN-TV war live vor Ort und hat die Schmuserei mit der Kamera festgehalten!

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Es keat oanfach viel mehr gschmust!

© Video: WOMAN

Nachdem ein lesbisches Paar letzte Woche im Wiener Café Prückel von der Besitzerin Christl Sedlar dazu veranlasst wurde das Haus zu verlassen wegen "Zurschaustellung von Andersartigkeit", fand heute, am 16. Jänner 2015 ab 17 Uhr eine Protestaktion vor dem Café Prückel statt - gegen Diskriminierung und Homophobie.

Auf Facebook hatten sich zuvor bereits knapp 8000 Teilnehmer für die Veranstaltung und den geplanten Knutsch Flashmob angemeldet. Darauf reagierte das Café Prückel mit einem Türschild auf dem stand "Heute Ruhetag". Auf Facebook wurden bereits heute Vormittag Fotos vom Schildchen an der Tür auf Facebook gepostet, woraufhin sich die Protestteilnehmer ärgerten. "Ohne jegliches Rückgrat" oder "Das war ja zu erwarten...", schreiben die User unter das Foto. Die Protestteilnehmer verlangten eine Stellungnahme und Entschuldigung von Seiten der Chefin des Wiener Ringstraßen-Cafés Prückel. Diese kam dann gestern in einer Aussendung:
"Meine Reaktion war überzogen. Ich bedauere die Auseinandersetzung mit den beiden Besucherinnen meines Kaffeehauses, zu der es am vergangenen Donnerstag gekommen ist. Ich will mich in aller Form entschuldigen. Ich habe das Verhalten der beiden Frauen jedoch als völlig unangemessen und provokant erlebt und bin verärgert gewesen. In meiner Eigenschaft als Geschäftsführerin des Café Prückel hätte ich allerdings gelassener reagieren sollen."

Protestaktion mit Schmuserei

Bei der Protestaktion heute Abend fanden sich hunderte Menschen ein. Homo- wie Heterosexuelle jeder Altergruppe waren vor Ort, um bei einem friedlichen Protest ein Zeichen zu setzen gegen Hass auf Homosexuelle und Minderheiten. Auch das lesbische Pärchen, das aus dem Lokal verwiesen wurde, war bei der Prostestaktion vor Ort und schilderte noch einmal die vorgefallene Situation von vergangenem Donnerstag. Sie sind der Meinung, dass die Prückel-Chefin eindeutig homophob sei und ihre Entschuldigung nicht wirklich eine Entschuldigung, sonder mehr eine erzwungene Stellungnahme war. Zum Schluss gab es dann noch ein Selfie von der Bühne aus.