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L-Word: Die neue Lesben-Lust

Am 30. Mai startet auf PRO 7 die erste Lesben-Fernsehserie. Nur: Wie nah ist die US-Kult-Soap am echten Leben?


L-Word: Die neue Lesben-Lust
© Häusler

Verliebt war sie das erste Mal mit 13. Bloß nicht in einen frechen Nachbarbuben oder einen Klassenkollegen, sondern in ihre Gymnasiallehrerin. „Jedes Mal, wenn ich sie sah, trieb es mir die Schamesröte ins Gesicht“, erinnert sich Katrina G., 30, heute noch in Liebe an ihre adrette Professorin. „Zwei Jahre lang stand ich jeden Abend unter dem Fenster ihres Hauses und hoffte, einen Blick von ihr zu erhaschen. Wenn sie das Badezimmerlicht ausknipste und zu Bett ging, spazierte ich beseelt nachhause …“

Doch als neugieriger Teenager war der hübschen Burgenländerin die Schwärmerei für andere Frauen freilich nicht genug. Obwohl sie damals gar nicht wahrhaben wollte, dass sie anders „gepolt“ ist als ihre Freundinnen. „Ich war gerade mal 18, als ich eines Tages einer Freundin den Rücken kraulte. Eva war zwanzig Jahre älter als ich und bisexuell. Nur, das wusste ich damals nicht. Doch als Eva mit der Wahrheit herausrückte, überkam mich plötzlich das Bedürfnis, sie zu küssen. Wir schmusten wie wild miteinander. Da wusste ich: Das ist es, was ich will!“

L-Word: Lust, Liebe, Leiden. In der US-Kultserie „The L-Word“ – es ist die erste Lesben-Soap überhaupt und läuft am 30. Mai auf PRO 7 an – wissen das noch nicht alle Charaktere – obwohl die meisten der acht Film-Lesben ihr Outing schon hinter sich haben. Und da das Leben dieser homosexuellen Frauen facettenreich, herausfordernd, sentimental und humoresk ist und noch dazu mit flotten Sprüchen einhergeht, hat die Serie mittlerweile ähnlichen Kultstatus wie einst „Sex and the City“. Und eine riesige Fangemeinde verfolgt gespannt: Was wollen sie? Wie leben sie? Mit wem steigen sie ins Bett? Während in den USA bereits die vierte Staffel gedreht wird, in Frankreich und der Schweiz die ersten Folgen allseits für Furore sorgten und hierzulande der DVD-Absatz schon Rekorde bricht, weigert sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Serie auszustrahlen. „Mit Verklemmtheit hat das nichts zu tun!“, wehrt ORF-Filmchefin Andrea Bogad-Radatz Vorwürfe der Medien und Homosexuellenszene strikt ab.

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