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Laktose- und Fruktoseintoleranz

Viele von uns kennen das Problem mit der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Was aber bedeutet Fruktose- bzw. Laktoseintoleranz und wie kann man sich helfen?

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Laktose- und Fruktoseintoleranz
© Puzant Apkarian / Radius Images

Wie erkennt man eine Unverträglichkeit?
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit liegt ein spezieller Enzymdefekt vor, der dazu führt, dass die Nahrung nicht vollständig abgebaut werden kann. Das führt dann zu Magen-Darmbeschwerden, Blähungen, Durchfall und schlimmen Bauchschmerzen. Im Gegensatz zur Allergie, kann es hier allerdings nicht zum anaphylaktischen Schock kommen, ebenso wenig sind Hautausschläge, Juckreiz, Atembeschwerden, Schwellungen im Gesichtsbereich und tränende Augen zu erwarten, was bei der Allergie oftmals der Fall ist.

Laktoseintoleranz

Das Enzym Lactase wird im Dünndarm gebildet und spaltet die Laktose, den Milchzucker in zwei Einfachzucker, um vom Körper aufgenommen werden zu können. Fehlt jedoch dieses Enzym, so spricht man in weiterer Folge von der Laktoseintoleranz. Der Milchzucker gelangt unverdaut in den Darm und kann im Dünndarm nicht absorbiert werden.
Symptome und Beschwerden
Übelkeit
Blähungen
Durchfall
kalter Schweiß
aufgeblähter Bauch
starke Schmerzen im Bauchbereich
Behandlung der Laktoseintoleranz
Es ist vor allem bei der Ernährung darauf zu achten, in welchen Lebensmitteln versteckt Milchzucker vorkommt. Außerdem sollte man zu laktosefreien und Soja-Produkten greifen. Außerdem kann das Enzym Lactase in Tabletten- oder Pulverform zum Essen eingenommen werden. Zwar sind diese Präparate sehr kostenintensiv, allerdings ermöglichen sie einen unbeschwerten Restaurantbesuch oder die regelmäßige Essenseinladung bei Freunden und Familie.

Bauchschmerzen bei Laktose- und Fruktoseintoleranz.

Fruktoseintoleranz

In 75 Prozent der Fälle geht die Laktoseintoleranz mit einer Fruktoseintoleranz einher! Bei der Fruktoseintoleranz handelt es sich um eine Fruchtzuckerunverträglichkeit. Auch hier kann Fruchtzucker aufgrund des fehlenden Proteins im Körper nicht richtig verdaut werden.
Typische Symptome
Blähungen
Bauchschmerzen
Durchfall
Übelkeit
Völlegefühl
weicher Stuhl
Kopfschmerzen
Schwindel
Erbrechen
starke Müdigkeit in Kombination mit Schwächeanfällen
Verstopfung
Gut verträglich trotz Fruktoseintoleranz sind:
Kartoffeln, Eier, Reis, Pilze, Vogerlsalat, Zucchini, Gurke, Häuplsalat, Spinat, Avocado, Chicorée, Sellerie, Kichererbsen, Mais, Erbsen, Rhabarber, Kren, Kohlrabi, Spargel, Brokkoli, Kürbis, Karotte, Banane, Papaya, Mandarine, Limette, Zitrone und Kaktusfeige
No-Gos sind:
Trockenfrüchte, Honig, Marmelade, Wein, Sekt, Früchtetees, Äpfel, Birnen, Mangos, Kiwis, Weintrauben, Kirschen, Fruchtsäfte, Zuckerstoffe, Kuchen, Schokolade, Fruchtgummis, Tomaten, Eis, Marzipan, Ananas.

Wichtige Tipps bei Fruktoseintoleranz:
- Mineralstoffreiches Mineralwasser und Leitunsgwasser sollte viel getrunken werden
- Softdrinks mit und ohne Zucker sind eher schlecht verträglich
- Trotzdem dreimal pro Woche Obst und Gemüse essen. Hier muss individuell ausgetestet werden, welche Sorten besser oder schlechter vertragen werden. Eine generelle Aufstellung haben wir für dich zusammengefasst.
- Obst ist am besten nach einer Hauptmahlzeit und eher am Nachmittag verträglich
- Bei fruktosehaltigem Essen kann man sich insofern helfen, als man Traubenzucker mitisst