Ressort
Du befindest dich hier:

Lange gekämpft oder Liebe auf den ersten Blick – Paare erzählen ihre Lovestory


Stephanie & Giuseppe © Bild: Privat

Stephanie & Giuseppe


Vergangenes Jahr im September hat mein Bruder seine langjährige italienische Freundin in ihrem kleinen Heimatdorf am südlichsten Zipfel Siziliens geheiratet – wir aAlle haben schon das komplette Jahr vorher dem großen Tag entgegengefiebert! Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch als Gebietsverkaufsleiter für eine italienische Luxusmarke im Außendienst gearbeitet und war ständig im Stress und unterwegs – der Woche Sizilien habe ich also umso sehnsüchtiger erwartet! Einen Tag vor der Hochzeit bin ich also nach Palermo geflogen und von dort aus noch zwei Stunden unter gleißender Mittelmeersonne im Mietwagen durch Olivenplantagen und Orangengärten gefahren. Am Abend gab es ein kleines Get-Together mit Freunden und Familie in einer Bar. Dort haben Giuseppe und ich uns kennengelernt – die Anziehungskraft zwischen uns war vom ersten Augenblick an magisch – nur gab es ein kleines Problem: Giusy spricht nur Italienisch, ich kein einziges Wort!Trotzdem waren wir vier Tage lang unzertrennlich, keine Minute mehr haben wir ohne den anderen verbracht. Zurück in Österreich habe ich sofort einen Italienischkurs belegt und zusätzlich dazu einen Privatlehrer angeheuert, der dreimal die Woche abends nach der Arbeit mit mir Italienisch gepaukt hat. Ich wollte so schnell wie möglich Giusys Sprache lernen, damit wir uns besser kennenlernen und vernünftig unterhalten können. Und siehe da, von der Liebe beflügelt, waren meine Fortschritte fast schon unglaublich. Jeden Abend imHotel, wenn mein Job mich quer durch Österreich geführt hat, habe ich Verben konjugiert und Vokabeln geübt, im Auto nur noch italienische Musik und Sprachkurs-CDs gehört. Am Anfang hing unsere komplette Konversation von Google-Translator und einem dicken gelben Wörterbuch ab – da standen Missverständnisse natürlich an der Tagesordnung. Aber wir haben von Anfang an für unsere Liebe einfach alles getan, die Handyrechnungen haben fast unsere beiden Gehälter aufgefressen. Schon einen Monat später bin ich zurückgeflogen nach Sizilien und wir haben zehn wunderschöne Tage zusammen verbracht. Wieder ein Monat später hat Giusy mich in Österreich besucht – wir wurden immer unzertrennlicher, und bei seinem Besuch im November haben wir bereits beschlossen, das wir zusammenbleiben und nicht mehr durch 2500 km getrennt sein wollen. Ich habemeinen Job gekündigt, bin über Weihnachten nach Sizilien geflogen und wir haben uns zusammen eine schöne Wohnung gesucht. WEITER nächste Seite