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Lange gekämpft oder Liebe auf den ersten Blick – Paare erzählen ihre Lovestory


Maria B. Egger & der Wassermann © Bild: Privat

Maria B. Egger & der Wassermann


Er lächelt mich an, ich sehe nicht, ob er groß oder klein, dünn oder dick ist, weiß nicht, ob er arm oder reich ist – sehe nur IHN. Langsam kommen wir uns näher. Er nimmt meine Hand – wir gehen lachend im Regen spazieren, frequentieren die Bänke der Umgebung, wir fahren im Auto spazieren, wir finden den letzten Schnee und veranstalten eine Schneeballschlacht, hören Weihnachtslieder, singen und lachen, bis wir nicht mehr können, … Ich bin offen und ehrlich, verheimliche ihm weder meine Ehe, noch die damit verbundenen Prinzipien. Er schenkt mir ein Herz aus rotem Jaspis zum Abschied – ein Abschied nach einer Nacht, die gegen meine Prinzipien war und doch liebte ich ihn so sehr. Ich hatte noch eine Woche Kuraufenthalt vor mir. Der Abschied war mehr als schmerzlich und tränenreich - ich hatte den Eindruck, dass es ihm genauso erging wie mir. Das Erwachen und seine Beichte folgte, er war geschieden, hatte eine feste Beziehung und nach einigen Telefonaten folgte sein Abschieds-SMS: „Will mein Leben nicht ändern – alles Gute für dich und deine Zukunft“ – das war´s. Zwei Jahre folgten – Jahre, anfangs noch voller Hoffnung auf ein gutes Ende – vergebens. Die Konsequenz: ich trennte mich von meinem Mann, lebe nun alleine – eine kurze Zeit teilte ich mit einem Mann, einer Beziehung, die nur die Fortsetzung meiner Ehe bedeutet hätte und so beendete ich dieses Intermezzo ohne Bedauern. Das Ende? Nein! – Die Fortsetzung folgt. Die zweite Inszenierung des Schicksals nimmt seinen Lauf: Ein Kuraufenthalt, heuer, nach einem Unfall – wieder wähle ich die Berge, in der Hoffnung, dass ich ihn endlich vergesse. Es ist Zso viel Zeit vergangen. ch genieße die erste Woche und als die zweite anbricht, ist ER wieder da – ER, den ich vergessen wollte, ER, den ich noch immer liebe! Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle und ich beschließe, ihn ganz einfach zu ignorieren! Ein schwieriges Unterfangen. Anfangs mit guten Vorsätzen gewappnet, amüsierte ich mich über sein Balzgehabe, das sich nicht nur auf mich bezog, wies ihn in Schranken, kam gut damit zurecht. Letztendlich waren diese Vorsätze vergessen, alle Vorsätze vergessen – wie nie dagewesen. Seine Erfüllung war die erfolgreiche Jagd – ich die Beute – ich die STERNSCHNUPPE.