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5 Gründe, warum Langeweile gut tut

Dauernd hängen wir am Smartphone, klicken uns durch Facebook... Aber wann haben wir uns das letzte Mal wirklich gelangweilt? 5 Gründe, warum es einmal nötig wäre.


Frau sitzt gelangweit auf dem Bett.

Gelangweilt? Gut so. Der Körper muss entspannen.

© Corbis

Natürlich macht das Smartphone unser Leben leichter, Informationen schneller zugänglich – nur auch ein wenig stressiger. Warum sollten wir einfach Spazieren, U-Bahn-fahren oder in einem Cafè herumsitzen, wenn wir stattdessen tweeten, facebooken oder pinteresten können?

Leider ist die Wahrheit aber: Wir sind nicht darauf programmiert, ständig im "On"-Modus zu sein – und die ständige Überstimulation hat negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit, die von einem erhöhten Stress-Level, verminderter Konzentrationsfähigkeit und Kreativität bis hin zur Online-Sucht reichen können.

»Unsere Lösung? Die gute alte Langeweile!«

Sich Zeit für Langweile zu gönnen (und wir sprechen nicht vom Briefmarken-Sortieren oder Schachspielen), mal eine Pause von Freunden, Aktivitäten und Technologie zu nehmen ist die beste Sache, die man seiner Gesundheit zuliebe machen kann. Zu Beginn wird dir das Nichtstun schwer fallen, vielleicht wirst du sogar unrund und nervös. Aber die selbst auferlegte Entschleunigung wird sich langfristig positiv auf deine Produktivität, Kreativität und dein Stress-Level auswirken.

Dreh' also dein Handy und den Fernseher einmal ab und gönn' deinem Körper und deinem Geist einmal eine Auszeit.

5 Gründe, warum Langeweile gut tut:

1

Du wirst wieder kreativer. Statt Langweile als Zeitverschwendung zu verdammen, solltest du sie lieber als eine Erfrischungskur für dein Hirn betrachten. Die Auszeit von der ständigen Stimulation durch TV, Social Networks oder E-Mail gibt dir die Möglichkeit, neue Gedanken zu fassen – und damit wieder kreativer zu denken. Neurowissenschaftliche Studien haben zudem herausgefunden, dass bei Tagträumen dieselben Gehirnregionen aktiviert werden, die für Vorstellungskraft und Kreativität zuständig sind.

2

Du wirst nicht Internetsüchtig. Onlinesucht ist mittlerweile ein ernstzunehmendes Phänomen, dass nicht allein nur Spieler-Nerds betrifft. Erste Anzeichen für Suchtverhalten: Du wirst grantig, wenn du deine Mails nicht checken kannst, wenn du ständig auf dein Handy schaust, ob du schon wieder eine neue Nachricht bekommen hast, wenn du keine drei Minuten ohne Blick auf die Facebook -Timeline überstehst. Laut Medizinern kann Internetsucht zu Depressionen, gestörtem Essverhalten und Schlafmangel führen. Wenn du also das nächste Mal fünf Minuten eine eine Stunde Pause hast: Steck' das Telefon in die Tasche und lass' dich von Langeweile entspannen.

3

Du entdeckst neue Hobbys und Interessen. Denk' einmal an all die Extra-Zeit und die herrliche Ruhe, die du hast, wenn du mal einfach nur fadisiert bist. Nutze die daraus entstandene Energie, um etwas Neues zu lernen oder zu entdecken – Aktivitäten, die du aktiv ausübst. Auf Instagram oder Facebook wirst du kaum Anregungen finden. Dort bist du nämlich einzig und allein ein passiver Konsument.

4

Deine Konzentrationsfähigkeit steigt. Nichtstun und einfach mal die Seele baumeln lassen. Wenig hilft besser dabei, wieder zu fokussieren und Dinge zu hinterfragen. Bin ich wirklich glücklich? Was möchte ich eigentlich machen? Der Effekt: Deine Konzentrationsfähigkeit, wenn du wieder an den Arbeitsplatz gehst, ist massiv gestiegen. Forschungsergebnisse belegen, dass diese bewussten Pausen sich positiv auf Schlaf, Diät-Erfolg und emotionale Stabilität auswirken.

5

Du reduzierst den Stress. Wissenschaftlich erwiesen: Ein Abenteuer-Urlaub oder Städte-Trip ist zwar Nahrung für die Seele – der Erholung dient er aber nur bedingt. Wer wirklich Entspannung vom Stress benötigt, sollte ein oder zwei Wochen einfach nur in der Sonne gammeln und nichts tun. Dasselbe gilt für ganz normale Arbeitstage. Das Handy wird am Abend abgeschalten, der Fernseher bleibt mal aus. Stattdessen entstressen wir. Indem wir uns langweilen.

Thema: Psychologie