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Laura Wells über das Leben als Plus-Size-Model

Hungern, Diät & Co? Niemals! Plus-Size-Model Laura Wells ist "dick im Geschäft" und das, obwohl sie für Jobs nicht hungert.

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© Photo by laurawells via instagram

Unsereiner wird sich denken, "also wenn das Plus-Size ist, was bin denn dann bitte ich????", aber gut. Im Modebusiness wird Laura Wells (Kleidergröße 42) als Plus-Size-Model tituliert und genau das machte die 30-Jährige reich und berühmt.
"Ich bin ein Plus-Size-Model und das ist auch gut so!"
Dass die Australierin so ein Typ Model ist, macht ihr allerdings ganz und gar nichts aus: "Ich habe Glück, dass ich als Plus-Size-Model mein natürliches Gewicht haben darf. Ich esse leidenschaftlich gern. Es würde mich unglücklich machen, wenn ich abnehmen müsste."
Außerdem verrät Laura im Interview, dass sie froh ist, über die Veränderungen und die größere Toleranz, die sich aber leider immer noch nicht in allen Modehäusern und auf allen Laufstegen der Welt durchgesetzt hat: "Die Mode-Industrie begreift langsam, dass auch runde Frauen nicht einfach ein XXL-Shirt in Zeltform tragen wollen. Sie haben denselben Modeanspruch wie schlanke Frauen. Deshalb verdienen Plus-Size-Models heute gut und arbeiten viel.“

Wie alles begann

Begonnen hat alles vor knapp 7 Jahren, als Laura von einem Model-Scout angesprochen wurde: "Ich dachte immer, ich sei zu dick zum Modeln.“ Ab diesem Zeitpunkt begann Lauras Karriere bei BMG, Australiens erster „Plus-Size“-Model-Agentur. Dass sie sich aber nicht nur durchs Modeln ihr Geld verdienen möchte, war Wells durchaus bewusst. Daher beendete sie ihr Jura-Studium, um eine Absicherung zu haben, sollte ihr das Posieren vor der Kamera irgendwann doch nicht mehr gefallen.

Size-Zero

Und auch, wenn Laura Wells eine gesunde Einstellung zum Essen hat, so geht der Magerwahn der „Size Zero“-Kultur auch an ihr nicht vorbei. In ihrer Zeit in New York begegnete sie dürren, abgemagerten Mädchen, die sich von Wasser, Diätpillen und einem Knäckebrot am Tag ernährten, um für die Shows noch dünner zu sein: "Es ist erschreckend. Diese Mädchen gehen bis zum Äußersten.“
Sie selbst liebt Essen, guten Wein und ihren Körper und sieht sich als hübsche Frau mit weiblichen Rundungen: "Die Modewelt braucht mehr Vielfalt. Wir sind alle unterschiedlich, gerade das ist schön. Ich zeige, dass man glücklich und gesund sein muss. Ich kümmere mich nicht mehr darum, wie dick meine Schenkel sind. Es gibt wirklich Wichtigeres.“