Ressort
Du befindest dich hier:

Leben in der Zerstörung

Der Alltag im mittleren Osten unterscheidet sich bisweilen extrem von dem, was wir darunter verstehen: Eine beeindruckende und doch hoffnungsstiftende Fotoserie zeigt wieso.

von

Leben in der Zerstörung
© instagram.com/emadsnassar

Fast nichts ist mehr übrig von ihrer Wohnung, außer der Badewanne. Und selbst wenn Salem Saoody, seine Tochter Layan sowie seine Nichte Shaymaa mittlerweile in Zelten neben der Ruine leben, so gönnt er den beiden doch ab und zu ein Bad in den alten vier Wänden. Beziehungsweise, was davon noch da ist.

Denn die Familie lebt im Gaza-Streifen, jenem Fleck Land zwischen Israel und Ägypten, das zu den palästinensischen Autonomiegebieten gehört und seit Jahrzehnten immer wieder erbitterten Krieg um die sowohl von Israel als auch Palästina beanspruchten Gebiete erlebt. Die Leidtragenden? Wie immer am stärksten betroffen ist die Bevölkerung, von der ein großer Anteil nach den neuen Raketenbeschüssen 2015 erneut das komplette Hab und Gut verlor. Aktuell herrscht zwar Waffenruhe und Milliarden wurden für den Wiederaufbau der Region international investiert, wobei jedoch kaum etwas wirklich bei den Notleidenden ankam.

Wenn man sich fragt, wie die Menschen so etwas ertragen können, dann sollte man sich die Bilder des Fotografen Emad S Nassar ansehen: Sie zeigen so etwas wie Alltag zwischen all den zerstörten Häusern, spielende Kinder in den Ruinen und das, was die Menschheit schon immer Unerträgliches ertragen ließ: Hoffnung.

Thema: Report