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So lesen Personalverantwortliche deine Bewerbung

Du wolltest schon immer mal wissen, welcher Aspekt deiner Bewerbung wirklich wichtig ist? Eine Studie von Step Stone verrät, worauf Personaler achten und was ihnen ziemlich egal ist.

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© Photo by Christin Hume on Unsplash

Du hast dir Mühe gegeben, jedes Forum nach Tipps durchsucht und im Freundeskreis herumgefragt: Jetzt liegt sie vor dir, deine Bewerbung. Du hast einen frischen Lebenslauf mit flottem Foto und ein kurzes, aber bestimmtes Motivationsschreiben. Voller Hoffnungen schickst du das Bündel ab, doch ahnst du nicht, welche Aspekte der Bewerbung von der Personalabteilung wirklich gründlich gelesen und welche nur überflogen werden. Nun wirft eine Studie der Jobbörse StepStone Licht auf die Arbeitsweise von Personalern. Hier werden Bewerbungsmythen aufgedeckt:

Mythos: Das Motivationsschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbung. Nein. Der Lebenslauf ist und bleibt der wichtigste Aspekt des Bewerbungsbogens. Er macht rund 68 Prozent des Gewichts der Bewerbung aus. Das Motivationsschreiben hingegen nur 22 Prozent. Zu lange sollte der Lebenslauf nicht sein, außer man hat schon viele Berufsjahre auf dem Buckel, zwei A4-Seiten sind der Traum der Recruiter.

Mythos: Eine ausgedruckte Bewerbung kommt besser an. Nein. Die Recruiter drucken sich die Bewerbung aus, wenn die Person zum Gespräch eingeladen wird. Ansonsten werden mehr als zwei Drittel der Bewerbungen am PC gelesen. Bei den Personalern unter 36 Jahren sind es sogar 80 Prozent der Bewerbungen.

Mythos: Das Foto muss ordentlich sein, ist aber nicht so wichtig. Das Foto ist sehr wichtig! Denn schon der kürzeste Blick (1,8 Sekunden) hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Wenn das Foto gut geschossen ist, dann ist auch der Wiedererkennungswert höher und man steht der Bewerbung allgemein positiver gegenüber. Wenn aber das Foto schlecht ist (Zum Beispiel Selfies, freizügige Kleidung oder Fotos aus dem Urlaub), dann gehen 42 Prozent von einer schlechten Bewerbung aus.

Männliche Recruiter schauen übrigens länger das Foto an, während weibliche sich mehr mit dem Schreiben selbst beschäftigen. Eine Bewerbung ohne Foto ist also keine gute Idee, denn nur 33 Prozent der TeilnehmerInnen finden es gut, wenn eine "gesichtslose" Bewerbung reinkommt.

Mythos: Je mehr Jobs man in kurzer Zeit macht, desto mehr Berufserfahrung kann man herzeigen. Nein. Jobhopping gefällt den Recruitern eher nicht. Deshalb wird empfohlen, mindestens 2,5 Jahre in einem Unternehmen zu verbringen. Wobei jüngeren Arbeitssuchenden da mehr zugestanden wird als älteren. Trotzdem sind Lücken im Lebenslauf für 92 Prozent der TeilnehmerInnen voll okay, so lange die Beweggründe gut argumentiert werden können.

Fazit

Eine gute Bewerbung sollte kurz und knackig sein. Da der wichtigste Aspekt im Lebenslauf die Berufserfahrung ist, sollte sie ganz oben gelistet sein. Das Foto lieber professionell machen lassen! Und sich nicht zuuu viel Stress wegen dem Motivationsschreiben machen, schließlich nehmen sich die Personaler durchschnittlich 43 Sekunden für eine Bewerbung Zeit. Klar, wenn man in die nähere Auswahl kommt, sollte auch das Schreiben passen, doch der Lebenslauf ist der Schlüssel zum Erfolg!

Thema: Job-Chance

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